Apple Music und das Eigentumskonzept

Apple Music Cover

Machen wir uns nichts vor: Der Besitz digitaler Musikdatein ist nicht erst seit gestern, mit dem start von Apple Music, überholt.
Wer hier schon etwas länger mitliest, der weiss jedoch das ich einer dieser hartgesottenen Musikfreunde bin, für die das Eigentumskonzept in Sachen Musik immer eine Rolle große gespielt hat.
Was ich jetzt schon weiss: Mit Apple Music wird sich das entgültig ändern und es hat schon angefangen.

01.07.2015

Musik zu besitzen ging eigentlich immer schon über ihre reine Verfügbarkeit hinaus.
Eine gut sortierte Sammlung war auch immer schon so etwas wie ein Aushängeschild der eigenen Persönlichkeit genauso wie die physisch manifestierte Dokumentation der eignenen Entwicklung als Musikfreund.

Auch wenn das virtuelle Plattenregal in iTunes oder sonst einer Software zum verwalten von mp3’s, natürlich nie mit der physischen Variante mithalten konnte, so war mir eine Mediathek aus eigenen Datein bislang immer lieber als das Abo einer Spotify Playlist.

Apple Music durchbricht den Kreis

Prinzipiell unterscheitet sich Apple Music, bis auf (für mich) marginale unterschiede in der Songauswahl und ein paar andere Kleinigkeiten, eigentlich niht von Konkurrenten wie Spotify oder Deezer.
Es gibt jedoch einen für mich entscheidenden Unterschied und dieser ist (wie vermutet) gerade dabei, meine Einstellung zum Eigentumskonzept in sachen mp3’s über den Haufen zu werfen.

Die Ergänzung der eigenen Datenbank durch Abo-Inhalte

Was auf den ersten Blick vielleicht nicht so spannennd wirkt, ist für mich das eigentlich Killer-Feature in Apple Music.

Als Nutzer des Dienstes bleibt man gleichzeitig Nutzer seiner lange gehegten und gepflegten eingenen iTunes-Mediathek.
Diese wird lediglich um Abo Inhalte erweitert.

Die Vermischung von Inhaltsarten weicht die bislang streng getrennte „eigene“ und „abonnierte“ Form der Musikdarreichung sowas von auf, dass sie einem schnell egal wird.

Wo beide Inhaltsarten gleichberechtigt nebeneinander stehen, werten sie sich gegenseitig auf, werden sie gleichermaßen zu einem Produkt der  Eigenleistung als Kurator seines Musikgeschmacks.

Diese Kleinigkeit ist der entscheidende Punkt, der mir persönlich noch gefehlt hat um Streaming hochoffiziell in meinen Musikhaushalt aufzunehmen.

Meinen Bedarf nach Musik in physischer Form decke ich ohnehin schon lange mit Schallplatten ab.

Durch Apple Music hängt der Haussegen meines digitalen Musikkonsums nun endlich auch wieder gerade.

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