Apple Watch! Will ich diese Uhr?

Apple Watch

Seit gestern wissen wir wie es aussehen wird, wenn wir das an unseren Handgelenken tragen, was Apple für die Zukunft hält.
Nein, die Apple Watch ist nicht das befürchtete hässliche Gadget das viele vorausgesagt haben. So richtig euphorisch sind die ersten Stimmen jedoch auch nicht.
Ob man diese Uhr tragen will oder nicht ist eigentlich nicht die richtige Frage. Denn wer ab nächstes Jahr eine Apple Watch um den Arm hat,  gibt lediglich einen fast zweihundert Jahre alten Platzhalter an seinem Körper frei, für ein Stück Technik, das alles andere ist als eine Armbanduhr.

10.09.2014

Die Liste der Fähigkeiten der Apple Watch ist laut Tim Cook eine Meile lang. Das er damit recht hat braucht sicher nicht in Frage gestellt zu werden, wenn man sich allein anschaut was uns gestern, nur als erster Einblick, präsentiert worden ist. Legen die Fremdentwickler erst einmal Hand an die Programmierung eigener Apps sind den Möglichkeiten keine Grenzen mehr gesetzt.
Aber auch so war von Anfang an war klar, dass dieses Ding mehr können wird, als die Zeit anzuzeigen oder Emails und sonstige Nachrichten zu verschicken.
Nun da der Schleier um die Apple Watch gelüftet ist, wissen wir womit wir in Zukunft konfrontiert sind.
Die hochmoderne Technik, die fast alle sowieso schon jeden Tag mit sich herumtragen, springt aus unserer Hosentasche heraus, direkt um unser Handgelenk. Das das möglich wird liegt eindeutig am Design und den Möglichkeiten zur Individualisierung des neues Devices.

Apple Watch VersionsAuch wenn es natürlich nicht möglich ist den Geschmack jedes Einzelnen zu treffen, ist es Apple jetzt schon gelungen eine Zielgruppe für diese Uhr zu begeistern, die sie rein von den neuen technischen Möglichkeiten her gesehen, vermutlich nie kaufen würde.
Die Funktionen der Apple Watch haben nämlich alle eines gemein: sie sind nerdig!
Egal ob es eher verspielte Anwendungen sind wie, das Bildchen Malen mit dem Finger, die Übermittlung seines Herzschlages an den Partner, das tracken der eignen Körperzustände, die Fernsteuerung des Home-Entertainment  Systems oder die Michael Knight artige Sprach-Interkation mit der Apple Uhr ist: alle diese Funktionen sind, zumindest zu diesem Zeitpunkt zwar ganz praktisch, aber noch nicht wirklich cool.
Vermutlich wird es irgendwann ganz normal sein, in jeder freien Minute an seinem Handgelenk herum zu spielen, auch wenn diese Vorstellung viele von uns jetzt noch irritieren dürfte.

Der Seit Jahrhunderten gepflegte Blick auf die eigene Armbanduhr wird bald zum Sinnbild für eine neue Generation aus Selbstvermessern, Schnellbezahlern und Nebenbeikommunizierern und zwar in einem noch intensiveren Maße als das jetzt schon der Fall ist.
Da wir das alles mit dem Smartphone (mit dem eigentlich kaum einer noch telefoniert) schon einmal erlebt haben, macht uns der Gedanke an diesen Computer für das Handlgelenk vielleicht etwas stutzig, wenn er uns nicht gar ein wenig Angst einflößt.
Wir sind irritiert, weil die Apple Watch vermeintlich das Zeug dazu hat das, gefühlt naturgegebene kulturelle Artefakt der Armbanduhr, vollständig zu digitalisieren und mit einem neuen Nutzen aufzuladen, den wir noch nicht überblicken können.
Sicher, der Platzhalter für die klassische Armbanduhr wird zwar auch durch die Apple Watch nicht komplett abgelöst werden, doch wir werden uns daran gewöhnen müssen, dass es in Zukunft wesentlich mehr Gründe geben wird aus sein Handgelenk zu schauen, als das Interesse daran wie spät es ist.

Apple Watch! Will ich diese Uhr?

Einmal mehr scheint uns die technische Innovation so ganz bewusst zu überholen und wir müssen uns entscheiden ob wir Schritt halten wollen.
Persönlich, will ich diese Uhr (noch) nicht. Genau jetzt, ist sie mir zu nerdig und einfach nicht cool genug! Vielleicht bin ich aber auch einfach noch nicht bereit dafür.
Wer weiß wie lange es dauert bis sich das ändert?

 

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