Asia Travel Logs 009 – Jaisamler: holprige Reise in eine atemberaubende Stadt!

asia travel logsEs wird noch ganz schön chaotisch, bevor wir unsere Fahrt nach Jaisamler antreten. Ich verletze mir den Finger und verliere kurz mein wichtigstes Gepäckstück. Danach erleben wir eine Busfahrt wie sie holpriger kaum sein kann. Nach 11 Stunden heißt es: Willkommen in Jaisamler!

03.12.2011 Udaipur
++ Was für ein Tag heute! Und was für eine Nacht davor! Unser Abschlusstag in Udaipur war entspannt und wir haben eigentlich nichts weiter gemacht als herumzuliegen und zu lesen. ++
Als ich mir dann abends in nem Laden noch eine Postkarte kaufen wollte, war ich so leichtsinnig auf einen Stuhl zu steigen, um ganz oben an das oberste Regal zu gelangen. Ich rutschte ab, und habe erstmal das halbe gläserne Regal herunter gerissen.
Eine Etage ist dabei zu Bruch gegangen. Mein Finger hat sich in das zerbrochene Glas gebohrt, und ich habe jetzt erstmal ne fette Wunde. ++ Ich wollte dem Kioskbesitzer das Regal gerne ersetzten, aber er weigerte sich Strikt Geld dafür anzunehmen. Vielleicht hatte er ein schlechtes Gewissen, weil ich mich in seinem Laden verletzt habe. ++
Ich bin manchmal auch echt etwas leichtsinnig und trottelig. Die nächste Aktion aus dieser Sparte sollte dann auch noch am gleichen Abend erfolgen. ++ Gegen 19.30 Uhr nahmen wir uns eine Rikscha, und verließen unser Guest House in Richtung Busbahnhof ausserhalb der Stadt, eine Übernachtfahrt nach Jaisamler stand auf dem Plan. ++ Nach ca. 30 min Fahrt kamen wir am Busbahnhof an. Eigentlich direkt beim Aussteigen, viel mir auf, dass ich wohl mein kleines Handgepäck irgendwo vor dem Guest House habe liegen lassen.
Sind ja auch nur alle wichtigen Papiere, Karten und mein Geld drin. Wie kann man nur so fahrlässig sein, schießt es mir durch den Kopf! Das selbe ist mir vor zwei Jahren schonmal in Goa passiert, Lerneffekt gleich null, oh man! ++
Nützt ja nix, also schnell wieder in die Rikscha, zurück durch den Verkehr, dabei halb in die Hose machen und hoffen das alles noch da ist. ++ Wie bereits in Goa hatte ich auch diesmal wieder Glück. Nochmal darf mir sowas echt nicht passieren! ++
Den Bus nach Jaisamler haben wir dann übrigens mit Ach und Krach noch bekommen. Dieser war, im wahrsten Sinne des Wortes eine Schrottkarre, ranzig ohne Ende. Ebenfalls sehr schrottig war ungefähr die Hälfte des Weges nach Jaisamler. Schlafen völlig undenkbar, wenn man teilw. 10 cm von den alten Pritschen hochfliegt, weil die Straße eigentlich ne Buckelpiste ist. ++ Toilettenpause an einem Rasthof im nirgendwo. Man sieht und hört ihn schon vom weiten. Verrückte, blinkende Leuchtkringel kündigen diesen komischen Platz an, eine seltsame Jahrmarktmusik tönt aus großen Lautsprechern.
Eine Toilette sucht mag jedoch vergebens. Nur ein kleiner Verschlag hinter dem die Männer sich entleeren können. Es stinkt zum Himmel und ich suche das Weite draussen auf dem freien Feld, zum Glück ist es hier dunkel! ++ Die Inder füllen ihre Wasserflaschen an einer Art Trog mit einer großen Kelle wieder auf. Wir trauen der Sache nicht, und sind froh, das wir noch genug Wasser dabei haben. ++
Dieser Rasthof ist wirklich einer komischsten Orte an denen ich je war. Weiter gehts für ein paar Stunden, bis wir die Stadt Jodpur erreichen, hier steigen wir um. ++
Der zweite Bus, sowie die Straße waren besser und wir finden etwas Schlaf.

04.12.2011 Jaisamler
In Jaisamler beginnt die Zimmersuche und das Schlepper abschütteln. Wir haben ein super Zimmer in einem alten Haveli direkt am hiesigen Jain Tempel bekommen.
Die Auswahl ist hier groß. Von hier starten viele Reisende auf ihren Trip durch die Wüste, auch wir haben das geplant. ++
Heute aber schlendern wir erstmal ein bisschen hier durch die Stadt, die wirklich alles in den Schatten stellt, was wir an Architektur bisher in Indien gesehen haben. ++
Jaislamler ist eine echte Perle in der Wüste und man kommt sich vor wie ein kleiner Maharadscha, wenn man hier durch die Straßen geht. Der Detailreichtum der alten Havelis und des großen Forts, welches das Stadtzentrum prägt, verschlägt einem an jeder Ecke dem Atem. Ein Gefühl wie in 1001 Nacht. Das Touribrimbourium hält sich zum Glück im Rahmen. ++ Die Stadt hat Probleme mit der Wasserversorgung. Gerade im inneren des alten Forts sind die Leitungen Marode. Aus den Leitungen kommt teilw. nur braune Suppe. Nachhaltig orientierten Travellern wird davon abgeraten, sich eine Unterkunft im Fort selbst zu suchen, denn das viele Wasser was die Gäste dort verbrauchen zersetzt die teilw. 2000 Jahre alten Mauern. ++

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