Ben Frost: AURORA

BenFrost

Wahnsinn! Mehr fällt mir zu “AURORA” dem neuen Album des australischen Soundtüftlers Ben Frost nicht ein.
Der Hang zum Detail, den dieses desaströse, ja apokalyptische Minimal-Ereignis an den Tag legt, versetzt mich in ehrfürchtiges Staunen!

Ben Frost betreibt mit AURORA  konsequent weiter Klangforschung in Electronica, Postrock und Drone.
Ein Album das man nicht verpassen sollte!

Es wirkt fast schon ein bisschen plakativ, das der Exilaustralier mit dem frostigen Nachnamen seinen Lebensmittelpunkt ausgerechnet nach Island verlegt hat.
Auch wenn es wohl eher gewinnbringende Kooperationen (u. A. mit Björk) gewesen sind, anstatt eines wohl bedachten Imagekalküls, die dafür verantwortlich waren, erfüllt Ben Frost dennoch irgendwie das Klischee des “introvertierten Laptop Visionärs“.

AURORA ist Frosts fünftes Studioalbum und es traf mich wie ein Orkan!
Permanent umgreift mich beim Hören ein chaotisches, zuweilen brutales Gefühl von Zerstörung. Gleichzeitig blinzelt an jeder Ecke aber auch Neuanfang, Erleichterung und Kontemplation mit.

Vergleiche finde ich bei Monolake oder The Haxan Cloak.
Diese sind aber eher subjektiv auf das beschriebene Gefühl bezogen.
 
AURORA öffnet eine neue Kategorie, zerstört und erschafft auf eigene Weise!

Ben Frost macht Minimal-Music jenseits von Bläschen und Blubbern und Gefrickel, leuchtet dunkle Ecken aus und zeigt, dass Schönheit auch Destruktiv sein kann!

 

 

 

Sag was dazu!