… da Instagram jetzt größer als Twitter ist:

Instagram vs. Twitter Zwentner.com

Instagram bricht die magische Grenze von 300 Millionen monatlichen Usern und lässt erstmals Twitter, mit 284 Millionen aktiven Nutzern in den letzten sechs Wochen, hinter sich.
Da Instagram jetzt offiziell größer als Twitter ist darf man mal überlegen warum:

11.12.2014

Bilder vs. Text:

Klar war es eigentlich schon immer, doch nennen wir das Kind beim Namen: Die Leute interessieren sich mehr für Bilder als für Textschnipsel. Zumindest die meisten und zumindest in Bezug auf Fast-Food Medien, wie Microblogging

Twitter ist zu kompliziert:

Die Twitter Macher haben es nicht nur versäumt ihrem Dienst eine klare Kontur und einen für alle verständlichen Nutzwert auf die Brust zu malen, sondern bieten einen stets unübersichtlicheren Auftritt auf ihrer Website und in ihren Apps. Kein Wunder, dass sich viele dort anmelden, sich nach zehn Minuten verloren fühlen und dann in nullkommanichts zur Karteileiche werden.

Twitter versteht seinen eigenen Dienst nicht:

Oft wurde dies geschrieben, und es ist natürlich immer noch wahr. Twitter hat bis heute nicht verstanden worum es den aktiven Nutzern geht. Anstatt die Userbase in dem zu Unterstützen was sie tut, nämlich kreative oder informative Tweets verfassen, den Leuten zu folgen denen sie folgen wollen und sich mit den Clients einzuloggen, die sie bevorzugen, dreht Twitter den API-Hahn immer wieder zu, kuratiert Tweet-Sammlungen die keiner Lesen will und zwingt uns Stars und Sternchen zu folgen, die uns nicht interessieren.
Twitter ist ein schlechter Bilderdienst, ein schlechter Dienst für private Nachrichten, ein schlechter Dienst zur Fotobearbeitung und nur noch der mittelmäßige Rest einer einst revolutionären Form der Kommunikation

Twitter verleugnet seine Evolution:

Was Twitter groß gemacht hat, haben andere erfunden. Der Retweet, der Follow-Friday und jede Menge Interface und Filterideen verschiedenster Clients, stammen aus Community. Der Raum zur Entwicklung neuer Ideen ist schon lange nicht mehr vorhanden, der Spielraum für die Entwickler, durch immer neue Zugriffseinschränkungen und die Hinderung der Verbreitung von Twitter-Clients durch das abstruse Token-System schon lange Realität.

Twitter fehlt die Coolness:

Zumindest wenn man Twitter mit Instagram vergleicht. Von dem Ruf den Instagram bei den Kids, den Promis und bei netzaktiven Selbstdarstellern genießt, kann Twitter nur träumen. Irgendwo zwischen einem Außenbild als Business-Tool für Unternehmen und der Vernetzung von Geeks, die sich wirklich was zu sagen haben, ist Twitter seine Coolness abhanden gekommen.

Instagram nimmt sich, was an Twitter gut ist:

Hashtags sind und waren mit das beste was Twitter je eingeführt hat. Das Konzept ist auch bei Instagram eingeschlagen wie eine Bombe.
Das nächste was Instagram sich von Twitter abschaut sind dann die verifizierten Accounts, wie  jüngst angekündigt. Bei einem Payment-System für online-Shops ist Instagram dann vielleicht schon erster!

Und was wird aus Twitter?

Die Plattform ist natürlich alles andere als Tot. Was du Zukunft dort bringen wird weiss trotzdem niemand. Twitters Unternehmenspolitik steht zwar nach wie vor nicht unter dem besten Stern, doch es kann sich ja alles ändern.
Diejenigen die Twitter nutzen, für die Worte mindestens genauso wichtig sind wie Bilder, arrangieren sich auch weiterhin mit den Widrigkeiten des Netzwerks. Den Mangel an Alternativen konnte leider noch kein anderer Dienst füllen, zumindest nicht im großen Stil.

Sag was dazu!