Das Internet der Dinge und sein Beta Status für den Anwender

shutterstock_277349714

Das sogenannte „Internet of Things“ ist so richtig in Fahrt gekommen in der letzten Zeit. Für die Unternehmen ist es eine kleine Goldgrube. Momentan wird wirklich jedes erdenkliche technische Produkt mit dem Netz verbunden und sammelt Daten.
Kritisch genug sollte man das Befüllen dieser neuen Datensilos ohnehin betrachten, der Mehrwert der sich aus dieser neuen Sammelwut momentan für den Techniknutzer ergibt hat zudem aktuell allenfalls Beta-Status.

In Anbetracht der Daten die erhoben werden, fehlt es momentan noch an anwendbaren Schlüssen aus diesen.
Was nützt es, wenn ich beispielweise mit einer Internet gestützten Waage genau dokumentiere, wie sich mein Körperfettanteil über die Zeit verändert oder wenn ich genau festhalte wie sich die Luftfeuchtigkeit in meinem Wohnzimmer so verhält?

Die meisten Produkte im Internet of Things erheben momentan einfach nur Daten, weil sie es können.
Eine Auswertung dieser, im Sinne einer Handlungsanweisung für den Nutzer, ist meistens noch nicht vorgesehen und vielleicht technisch auch noch nicht immer realisierbar.

Illusion der Kontrolle

Was uns momentan noch mit dem Internet der Dinge verkauf wird, ist das Gefühl alles im Griff zu haben.
Gerade bei Produkten, bei denen es um das Monitoring der eingenen Gesundheit geht, werden Nutzer schnell zu Kontrollfreaks.

Wirft man beispielsweise einem Blick in Apple Health App, die neuerdings ja zusäztlich durch die Apple Watch gefüttert wird, wird man überschüttet mit Daten mit denen man aber eigentlich garnichts anfangen kann.

Apple Health App, Internet of ThingsDaten über Atemfrequenz, erklommene Stockwerke oder Ruhekalorien zu erheben, macht für den Nutzer erst Sinn, wenn diese mit Empfehlungen, Handlungsanweisungen oder Tips verbunden werden.

Die Health App schlägt aber mal rein gar nichts dergeleichen vor.
Wenn mir ein Luftfeuchtigkeitsmesser im Wohnzimmer nicht sagt, wann ich mal besser das Fenster aufmache oder nicht, dann nützen die erhobenen Daten erstmal überhaupt nichts.

Beta-Sammler

Nutzer von Dingen im Internet of Things sind momentan also eigentlich nur Datensammler für Unternehmen.
Was auch immer sie damit anstellen, dem Techniknutzer kommt aktuell das wenigste davon zugute.

Bild “Internet of Things” von (Shutterstock)

Sag was dazu!