Das verbirgt sich wirklich hinter diesen Welthits

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Musik ist ein wichtiges Element in unserem Leben. Sie begleitet uns auf ganz unterschiedlichen Wegen und Anlässen. Oft sind Songs Auslöser von vielfältigen Emotionen: positive als auch negative. Sie bringen uns zum Lachen, zum Tanzen, stimmen uns fröhlich, können uns aber genauso zu Tränen rühren oder depressiv stimmen.
Sie haben für jeden Hörer eine ganze eigene Bedeutung und oft verbirgt sich hinter einem Hit viel mehr, als der Titel auf den ersten Blick erahnen lässt. Die folgenden Songs erzählen ihre ganz eigene Geschichte, in diesem Artikel erfahrt ihr in welche Songs es sich lohnt noch einmal genauer hineinzuhören, um dessen eigentliche Bedeutung zu verstehen.

Zwei Grammys sowie zahlreiche weitere nationale und internationale Musikpreise gewannen die Imagine Dragons mit ihrem weltweiten Charterfolg Radioactive aus dem Jahr 2012. Zu noch größerer Verbreitung gelangte der Song als er im Trailer zu dem Spiel Assasin’s Creed 3 zum Einsatz kam. Doch geht es in diesem Hit wirklich um Radioaktivität, Atomkraftwerke und Energiegewinnung oder doch um etwas ganz anderes?
Der Sänger der Imagine Dragons, Dan Reynolds, verarbeitet in dem Song seine Depressionen, unter denen er über Jahre hinweg litt. Eine ganze Menge persönliches spricht der Frontman der Band in diesem Song an und sieht in seinen Zeilen einen Weckruf für sich selbst, um seinem Leben eine ganz neue Perspektive zu geben.

Auch im Dance-Bereich finden wir bei genauerem Hinhören einige versteckte Bedeutungen in Songs. Ein besonderes Beispiel bietet da Poker Face von Lady Gaga. Mit mehr als 14 Millionen Kopien schaffte die überaus extrovertierte Künstlerin gleich einen weltweiten Hit. Bei Poker Face handelt es sich um die zweite Singleauskopplung nach dem Song Just Dance aus dem Erfolgs-Album The Fame.
Poker Face handelt also vom berühmten Klassiker Poker, der uns nur allzu gut aus Western oder James Bond Filmen wie Casino Royale bekannt ist. Oder verbirgt sich doch etwas ganz anderes dahinter? Auch wenn der Begriff Poker Face eigentlich von dem berühmten Strategiespiel stammt, so geht es lediglich ganz entfernt um das Spiel – maximal im übertragenen Sinne darum ein anderes Gesicht zu zeigen, um die wahren Emotionen zu verschleiern. Poker Face handelt, wie Lady Gaga vor einiger Zeit in einem Interview während einer ihrer Shows verriet, um die Liebe und Zuneigung auch dem gleichen Geschlecht gegenüber. So erzählte sie vor einigen Jahren Details zu der Hintergrundgeschichte, in der es darum geht, dass sie sich nach Frauen sehnt, aber vor ihrem Liebhaber ihr Poker Face zeigte und so gute Miene zum bösen Spiel machte.

In den Weiten der Musiklandschaft finden wir immer wieder Songtitel, einzelne Phrasen oder gar ganze Songtexte, die thematisch auf etwas ganz anderes hindeuten und so viel Raum für Interpretationen lassen. Oft werden Parallelen zu anderen Bereichen des Entertainments gezogen wie im Hit von Lady Gaga, der sich einer ganzen Menge von Synonymen aus dem Casino-Jargon bedient.
So gibt es zahlreiche weitere Hits von Künstlern, die sich mit der funkelnden Welt des Casino-Entertainments thematisch beschäftigen. Beispiele sind hier die schwedische Band Abba mit ihrem Hit The winner takes it all oder auch Smoke on the water von Deep Purple, dessen Entstehungsgeschichte und Bedeutung folgend näher beleuchtet wird.

Eines der bekanntesten Gitarren-Riffs der gesamten Geschichte des Rock’n’Rolls verbirgt sich wohl in dem Deep Purple Klassiker Smoke on the Water, der als erster ihrer zahlreichen Singleauskopplungen Gold-Status erreichte. Viele Geschichten ranken sich um diesen Hit und dem Riff, den viele Anfänger im Gitarrenunterricht oft als erstes lernen und ihre Freunde dann schnell damit beeindrucken. Nur eingefleischte Fans wussten bisweilen um die eigentliche Bedeutung, dessen Geheimnis wir aber niemanden schuldig bleiben wollen. Smoke on the water erreichte den vierten Platz der U.S Billboard-Charts und ist bis heute eines der populärsten und bekanntesten Songs in den USA.
Der Titel entstand im Jahr 1971 und wurde im darauffolgenden Jahr veröffentlicht. Die Aufnahmen zu dem Album Machine Head sollten in einem mobilen Tonstudio stattfinden, dass sich die Band damals von den nicht minder berühmten Rolling Stones ausliehen. Ihre Unterkunft schlug die Band um Sänger Ritchie Blackmore in einem Gebäude auf, das zum angrenzenden Casino gehörte. Am ersten Abend des Aufenthalts der Band fand in der Spielbank ein Konzert von zahlreichen Stars der Musikszene statt, dessen Verlauf durch ein plötzlich aufkommendes Feuer unterbrochen wurde.
Das Feuer verbreitete sich so stark, dass Rauch (Smoke) über den Genfersee aufstieg und von den Bandmitgliedern in ihrer angrenzenden Unterkunft beobachtet werden konnte. So finden sich in diesem Song zahlreiche Andeutungen zu Personen und Ereignissen dieser Nacht rund um den Casino Brand in der Stadt Montreux.

Rock-Bands sind bekannt für ihre oft lyrischen, geradezu kryptisch angehauchten Songtexte und Bedeutungen dahinter. Einige sind leicht zu verstehen, um andere Songs ranken sich immer wieder unterhaltsame Geschichten. So geht es in Under the bridge von den Red Hot Chili Peppers weniger um eine spezielle Brücke als um die Vergangenheit des Lead-Sängers, die er mit dem Song verarbeitet. Mehr als ein Jahrzehnt litt der Sänger an einer Abhängigkeit und so steht das Wort „bridge“ im Songtitel für einen Umschlagplatz für Substanzen irgendwo in Los Angeles.
Er spielt zu einer Zeit, in der Anthony Kiedis viel durch die Straßen von L.A. wanderte und dabei oft an seinen verstorbenen Freund Hillel Slovak denken musste. Eigentlich handelte es sich bei Under the bridge um ein von Anthony Kiedis verfasstes Gedicht, erst als der Produzent Rick Rubin diese Zeilen entdeckte, überzeugte er den Sänger, daraus einen Song zu machen, der die Red Hot Chili Peppers dann von jetzt auf gleich berühmt machte und zu internationalem Erfolg verhalf.

Die wahre Bedeutung, die sich hinter einem Song verbirgt, lässt sich oft nur erahnen, denn nicht jeder Künstler spricht öffentlich über die Beweggründe und Entstehungsgeschichte seiner Titel und so finden sich immer wieder Textstellen, die etwas ganz anderes meinen, als sie offensichtlich preisgeben. Das ist aber auch gut so, denn so kann jeder Hörer seine ganz eigene Story mit jedem Song verbinden.

(Bildquelle Wikimedia)