Der Facebook Selbstmord-Button

prevention

Wer würde verneinen, dass große Netzkonzerne so etwas wie eine soziale Verantwortung haben.
Trotzdem verschafft mir die Meldung, dass Facebook bald netzwerkweit einen Button für Suizid gefährdete Nutzer einführen will irgendwie ein unbehagliches Gefühl.

In den USA wurde diese neue Funktion wohl schon erfolgreich getestet. Und es stehe nichts im Wege die sie bald netzwerkweit zu implementieren.
Die Idee dabei ist folgende: Wenn irgendjemand einen auffällig depressiven Facebook-Freund in seiner Timeline bemerkt, kann kann dieser das dem Facebook-Service mit Hilfe des neuen Buttons melden.

facebook-suizid-button

Das Facebook Team wendet sich dann mit einer Nachricht an den Nutzer und teilt ihm mit, dass einer seiner Freunde der Auffassung ist,  er mache schwierige Zeiten durch.

Anschließend hat der Nutzer dann die Möglichkeit über das Netzwerk Kontakt zu einem Psychologen aufzunehmen oder sich Videos von Menschen anzusehen, die ebenfalls einmal Selbstmordgedanken hatten.

Soweit so gut

Ich könnte mir vorstellen, dass auf diese Art und Weise vielleicht wirklich mal ein Menschenleben gerettet werden kann, oder zumindest Menschen untersützt werden die sich vorm Computer alleingelassen fühlen.
Trotzdem finde ich es immer wieder ein wenig erschreckend, mit welchen Bällen Netzwerke wie Facebook inzwischen jonglieren müssen.

Natürlich, so etwas wie ein Sorgentelefon oder eine Notrufnummer für Menschen mit Selbstmordgedanken gibt es ja auch schon so lange man zurück denken kann.
Im Fall des Facebook Selbstmord-Button wird einem trotzdem mal wieder bewussßt welches Ausmaß die digitale Vernetzung inzwischen erreicht hat.

Und es stimmt mich irgendwie besorgt, dass solche persönlichen Krisen in Zukunft wohl mehr und mehr von transnationalen Internetkonzernen als von sozialstaatlichen Institutuionen (mit) abgewickelt werden. Aber da erwartet uns in Zukunft wohl sicher noch mehr!
(via bgr.com)

Sag was dazu!