Desk für Mac – Die Blog-Schreibmaschine!

Ein neuer Mitspieler betritt das heiß umkämfte Feld der Texteditoren auf dem Mac. Desk verfolgt den bereits etablierten minimalistischen Ansatz einiger bekannter Konkurrenten. Die Ausrichtung auf das schnelle und direkte Veröffentlichten von Texten auf der eigenen Website oder auf diversen Bloggingplattformen macht das schreiben nicht nur schöner, sondern spart auch ein wenig Arbeit. Ein guter Ansatz!

Obwohl ich bereits so einige Alternativen ausprobiert habe, lande ich, beim Schreiben neuer Blogposts doch allzuhäufig wieder im WordPress-Backend.
Auch wenn das Schreiben von Texten fürs Netz in den meisten Texteditoren um einiges besser aussieht als dort, fehlt es doch irgendwie an einem verbindenen Element zwischen beiden Ansätzen.
Desk ist die erste Software-Schreibmaschine, die diese Brücke sinnvoll schlägt und die Vorteile aus beiden Welten zusammenbringt.

 Das „Desk“ Interface:

Um den Schreibenden nicht abzulenken, verzichtet die Desk-Oberfläche auf jegliche Form von Buttons oder Anzeigen. Ein weisses Blatt Papier regt die Kreativität noch immer am besten an und nichts anderes hat man sozusagen vor sich wenn man beginnt in Desk zu schreiben.

Wer den Cursor der Maus bewegt, bekommt dann jedoch für ein paar Sekunden dezent die Buchstaben- und Wörteranzahl des bereits getippten, sowie die durchschnittliche Lesezeit eingeblendet.

An der rechten Seite gesellen sich dann noch die Veröffentlichungsoptionen hinzu, aber dazu später mehr.

Will man den Text formatieren, markiet man einfach die entsprechende Stelle und eine kleine Optionsleiste erscheint oben drüber.

Bis auf einen Tag- und Nachtmodus, war es das dann auch schon mit den Anzeigeoptionen in Desk. So rückt das Schreiben in den Vordergrund und das Gefühl an einer Schreibmaschine zu sitzen und mit seinen Gedanken alleine zu sein wird so wirklich gut emuliert.
Wer es übrigens gewohnt ist in Markdown zu schreiben, hat in Desk natürlich die Möglichkeit dazu, um diese Frage nicht unbeantwortet zu lassen.

Bloggen mit Desk:

Wie bereits oben erwähnt, hat sich diese minimalistische Art des Schreibens bei vielen Kreativen inzwischen längst durchgesetzt und zahlreiche Software bzw. App Alternativen verfolgen diesen Ansatz.

Die große Stärke von Desk besteht jeodch in den Möglichkeiten zur Veröffentlichung des Geschriebenen, direkt aus der Software heraus.

Zur Zeit lassen sich die insgesamt sieben verschiedene Plattformen mit Desk verbinden. Mit WordPress, Blogger, Tumblr oder Facebook sollten auf jeden Fall die Prominentesten vertreten sein. Hat man die entsprechende Verbindung hergestellt kann man sich mit den möglichen Optionen der Plattformen vertraut machen.
Für meinen Anwendungsfall habe ich Desk zunächst an meine WordPress Installation gekoppelt. Durch  xmlrpc-Zugriff auf das WordPress Backend, hat man die Möglichkeit nahezu alle Konfigurationen am Text vorzunehemen, die auch im Browserfenster möglich sind.

Das Einfügen und bearbeiten von Bildern (auch Beitragsbilder) ist mit Desk genauso möglich, wie das Einsortieren des Artikels in Kategorien oder die Vergabe von Tags.

Desk unterstützt das Einfügen von iframes und konvertiert auf Wunsch auch Marktown in html-Text. Eine Runde Sache.

Zumindest was WordPress angeht, gibt es natürlich Dinge die der Texteditor noch nicht erledigt, da braucht man sich keine Illusionen zu machen. So ganz fehlerfrei sind die in Desk erzeugten Formatierungen auch nicht immer.

Die Entwickler von Desk sind sich den kleinen Ungereimtheiten jedoch bewusst und es ist davon auszugehen, dass noch kräftig am Funktionsumfang gefeilt werden wird.

We’ve had a great v1.0 release… but there’s tons of room for improvement!

Für eine Version 1.0 hat die Software jedoch aus dem Stand den Sprung in meinen Schreib-Workflow geschafft und das kann wirklich nicht jeder von sich behaupten.
Desk ist ein wirklich heißer Tip für alle die schöner Schreiben wollen, aber trotzdem nicht auf die Funktionalität von Web-Editioren verzichten wollen.

Processed with VSCOcam with g1 presetDesk für den Mac ist für 26,99 Euro im Mac App Store erhältlich. Auf der Entwickler-Website gibt es weitere Infos und ein nettes Image-Filmchen.

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