Die Last des virtuellen Besitzes abschütteln!

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Wer braucht denn heute noch großartig eigene Daten. Viel ist da nicht mehr geblieben von dem was es sich lohnt zu horten.
Bis auf digitale Dokumente und einige ausgewählte Fotos, hänge ich an nichts mehr aus der Welt des virtuellen Besitzes.

Das kling jetzt vielleicht etwas draufgängerisch aber wenn ich so darüber nachdenke, dann stimmt es eigentlich.
Klar, ich habe einen Haufen digitaler Dokumente die zu mir gehören und die nicht verschütt gehen dürfen.
Doch der ganze Rest an digitalen Gütern mit denen ich zu tun habe und die ich besitze bräuchte ich eigentlich gar nicht mehr lokal irgendwo vorhalten und ja vieles ist mir auch egal geworden. Hier ein paar Beispiele:

Musik

Habe ich gigabyteweise hier rumliegen. Doch aktiv streame ich sie nur über iTunes Match. Da könnte ich sie auch jederzeit herunterladen wenn ich sie lokal bräuchte.
Ich kaufe und höre zudem viele Schallplatten, was bei mir den digitalen Musikkonsum zumindest hier und da noch ein wenig zügelt.

Fotos

Ich horte eine Menge Fotos, auf die ich nicht missen will. Mindestens genauso viele brauche ich jedoch nicht. Durch die ganze Smartphone Knipserei mache ich ohnehin viel zu viele Bilder.
Bei einigen genügt es mir, wenn sie auf begrenzte Zeit in meinem Fotostream sind. Wozu auf Festplatten sichern und nie wieder anschauen?
Die allerbesten Bilder landen ohnehin zusätzlich bei Flickr, Instagram oder im besten Fall noch in einem analogen Fotoalbum.

Filme

Sammle ich schon sehr lange nicht mehr. Nicht auf physischen Datenträgern und auch nicht digital. Alles ist jederzeit in Online-Videotheken abrufbar. Selbst lange gehortete Schätzchen sind heute leichter zu finden als je zuvor. Wofür lokal vorhalten?

Warum?

Ich habe  kürzlich einen interessanten Satz gelesen, der lautete sinngemäß ungefähr so:

In einem guten Netzwerk gibt es keinen Besitz mehr, weil alles jederzeit und barrierefrei verfügbar ist!

Das wir mit dem Internet soweit noch nicht sind, und das es in ganz vielen Punkten gerade genau in die andere Richtung geht ist natürlich keine Augenwischerei sondern nackte Tatsache.

Trotzdem kann man häufig schon auf mehr Datenballast verzichten als man manchmal denkt, denn Besitz meint glücklicher Weise heute schon oft nur den Besitz einer Lizenz für den Zugriff auf Daten.

Und das ist auch gut so, denn es zeichnet sich mindestens genauso klar ab, dass unser herkömmliches Eigentumskonzept mal so gar nichts ist, für die digitale Realität.

Foto “Netzwerk” von Shutterstock

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