Digitales Gejammer: Wenn guten Netzwerken die Nutzer fehlen!

kunst_01

Das Internet steckt voller kleiner und mittelgroßer Netzwerke für so ziemlich alles. Egal ob wir uns in Gruppen über unsere Fitness, über unseren Musikkonsum, die Wege die wir zurücklegen, die Orte die wir besuchen, die Fotos die wir knipsen oder die Dinge die wir Essen oder essen wollen austauschen; ob wir alte Klamotten verkaufen wollen, eine Mitfahrgelegenheit oder sogar einen Parkplatz suchen. Für alle diese, und noch viele weitere, Belange unseres Alltags steht bereits die richtige Community im Netz bereit.
Wirklich nutzbar werden solche Netzwerke vor allem durch schick designte  Apps auf unseren Smartphones und Tablets, die uns mobil machen und zudem noch unseren aktuellen Standort produktiv für die Netzwerke nutzen.
Soweit die Theorie! Meistens fehlt es diesen Netzwerken jedoch an der wichtigsten Zutat, den Nutzern!

Schon häufig habe ich einen neuen Dienst entdeckt und dachte mir “super genau darauf habe ich gewartet!”.
Egal ob es etwas völlig neues ist, oder ob alte Dinge besser und schöner auf neue Art gemacht werden, die Ideen frischer Startups scheinen unendlich und es macht Spaß zu verfolgen wie sich die Welt rund um das mobile Internet verändert.

Ja, ich bin einer dieser Schnellanmelder, die Dienste gerne testen und ertappe mich auch schnell bei dem Versuch andere von mir sinnvoll erscheinenden Netzwerken zu überzeugen.
Die meisten dieser “Überzeugungospfer” bleiben jedoch auch, wenn sie vielleicht theoretisch von einigen Diensten überzeugt sind, dann letzten Endes doch bei ihren Leisten und nutzen das was sie kennen, für das was sie gewohnt sind.

Natürlich ist das meiste Neue was unser mobiles Leben erleichtern soll in erster Linie interessenbasiert.
Wer sich z.B. nicht für Flohmärkte interessiert, der braucht auch keinen mobilen lokalen Flohmarkt auf dem Smartphone, keine Frage!
Viele Dienste/Netzwerke werden jedoch einfach nicht von der großen Masse benutzt und bleiben gerade deshalb hinter ihren Erwartungen zurück.

Eine App wie Ampido beispielsweise, die freie private Parkplätze in den Großstädten vermitteln soll, braucht eben in erster LInie aktive User um ihren Zweck zu erfüllen.
Ein anderes Beispiel ist App.net. Alpha, der Microblogging Dienst des Sozialen Netzwerkes, ist  ganzer Linie das technisch bessere Twitter.
Die Masse der User ist dennoch nicht dort zu finden! Warum?
Es fehlt der Pop-Appeal. Somit bleibt das Netzwerk allenfalls den den Geeks, Nerds und Weltverbesserern im Internet vorbehalten.
Alle anderen bleiben, durch die Benutzung von Twitter, quasi mit beiden Beinen technisch in der Vergangenheit stehen, und sehen zu beim Ausverkauf ihrer Daten.

Viel zu häufig scheitern gute Konzepte an fehlender Mainstream-Wirksamkeit.

Muss immer erst einer der großen Spieler im Internet wie Facebook oder Google vorbeikommen und einen an sich guten Dienst aufkaufen bevor dieser richtig erfolgreich werden kann?

 

Sag was dazu!