Exhausting a Crowd: Kunst mit Überwachungsvideos

Exhausting a Crowd Cover

Der post-Internet Künstler Kyle McDonald lässt in dem Projekt “Exhausting a Crowd”, sein Publikum, live Anmerkungen auf Inhalte eines Überwachungsvideo schreiben.
Die Betrachter konstruieren so auf schaurige Art und Weise Geschichten über völlig fremde Menschen. Genial gemacht!

28.06.2015

Kyle McDonald bezeichnet das interaktive Kunstwerk als sog. Annoteted Surveillance-Art und das könnte nicht treffender formuliert sein.

Wer sich auf die Website des Projektes klickt, bekommt die Aufnahmen einer Überwachungskamera auf dem Piccadilly Circus in London präsentiert. Ein 12 Stunden Mitschnitt läuft dort im Loop.

Exhausting a Crowd 1

Der Betrachter kann an jeder beliebigen Stellte im Bild auf Personen klicken, deren Gehwege einzeichnen und das gesehene mit Comic-artigen Sprechblasen versehen.

Das Ganze passiert live und die Nutzer sehen die “Werke” der anderen Betrachter direkt in ihrer Session.

Auf irritierende Weise wird man so schnell zum Geschichtenerzähler und erlebt an sich selbst, wie viel Phantasie man benötigt um das Gesehene auf einem Überwachungsvideo zu interpretieren.

We are all Stars on CCTV, oder wie war das nochmal?

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