Filmempfehlung: Butch Cassidy and The Sundance Kid

Butch And Sundance

Ein postmoderner Western aus dem Jahr 1969? Ja das gab es damals schon. Butch und Sundance die beiden Protagonisten des Filmes verkörpert von dem grandiosen dynamischen Duo Robert Redfort und Paul Newman sind keine Helden im klassischen Sinne.
Sie kämpfen nicht für Recht und Ordnung im wilden Westen sondern nutzen ihre Stellung als gesetzlose nur um ihren Spaß und ein gutes Leben zu haben

Die Verfilmung auf der Grundlage der wahren Geschichte um die “Hole in The Wall Gang” aus dem 18. Jahrhundert von George Roy Hill funktioniert in einem spontanen witzigen und leicht inszenierten wilden Westen, wie er bis dahin nur selten auf der Leinwand zu sehen gewesen ist.
Die zwei Banditen Butch und Sundance frönen ihrer erfolgreichen Leidenschaft Züge zu überfallen, bis ihnen eines Tages der Fährtenleser und Anführer einer privat organisierten Polizeitruppe auf Kopfgeldjagdt, namens Leford auf die Schliche kommt. Diesen bekommt der Zuschauer im gesamten Film eigentlich nicht zu Gesicht. Lediglich von hinten und in Gestalt seines Hutes wird Leford gezeigt.
Ständig auf der Hut vor ihren Verfolgern werden die Leiden, Freuden und Laster des Duos auf tragisch komische Weise ins Bild gesetzt.
Im letzten Akt siedeln die beiden mit ihrer gemeinsamen Freundin Etta (Katherine Ross aus die Reifeprüfung) nach Bolivien um, um sich dort eine Weile als ehrliche Bürger zu verdingen. Doch als Leford sie auch dort aufspürt, wächst lebt ihre kriminelle Energie wieder auf und es kommt zu einem legendären Showdown, der in seiner filmischen Umsetzung Geschichte geschrieben hat.

die Revolverhelden haben Ärger
die Revolverhelden haben Ärger

Butch Cassdiy and The Sundance Kid ist im wahrsten Sinne des Wortes ein postmoderner Western. Die Zeit der großen Revolverhelden scheint vorbei. Das Fahrrad löst langsam das Pferd ab, das Vertrauen in große Unternehmen wie die Eisenbahngesellschaft wächst, und

selbst die beiden Protagonisten zeigen Sympathien für das bürgerliche leben. Doch gleichzeitig scheint es den ganzen Film über es so als würden alle Charaktere gemeinsam der scheidenden Outlaw-Existenz in der amerikanischen Gesellschaft wehmütig hinterher winken.
Auch filmisch übt sich George Roy Hill in für die damalige Zeit neuen Stilmitteln. Die berühmte Fahrradszene in der Butch gemeinsam mit Etta auf dem Lenkrad zu den Klängen von Bacarachs “Raindrops keep Falling Down on my Head” durch den Vorgarten ihres Hauses strampelt ist schlüpfrig, knisternd und wirkt ein wenig ihrer Zeit voraus.
Ebenso das Ende des Filmes, das durch seinen offenen Ausgang und seine visuelle Umsetzung in Form eines eingefrorenen Bildes, finden einen Nachhall in der Filmgeschichte. Auch dem Mythos des Buddymovies fügt Hill mit seinem Film ein weiteres Mosaiksteinchen hinzu, dessen Entwicklung man z.B. in dem auch von ihm gedrehten “The Sting” (1973) ebenfalls mit Newman und Redford in den Hauptrollen weiter verfolgen kann.

Es gäbe noch viel über diesen Film zu schreiben doch an dieser Stelle möchte ich allen diesen auch heute noch sehr unterhaltsamen Klassiker wärmstens ans Herz legen…

Jahr 1969, Regie: George Roy Hill

hier noch original Trailer zum Film

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