Freiheit im Internet!? (und was davon übrig ist)

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Das Internet, einst gefeiert als der neue Gipfel der Meinungsfreiheit und der grenzenlosen Kommunikation, ist inziwschen ein Ort geworden an dem sich Großkonzerne um die Daten der Nutzer streiten. Über all dem hängt das Damoklesschwert der staatlichen Überwachung. Ein freier Ort sieht anders aus:

Wenn niemand mehr sagt was er wirklich meint, weil die Angst davor das es jemand hört, der es nicht hören soll größer ist als der Wunsch zur freien Meinungsäußerung, dann haben wir bereits ein Stück unserer Freiheit verloren.
Im Internet ist das inzwischen an den meisten Stellen der Fall. Unsere sozialen Beziehungen sind eingemeindet in Soziale Netzwerke.
Die Äußerungen die wir dort treffen sind, nicht nur von uns selbst zensiert, sondern auch unsere Sprache die Art und Weise wie wir uns artikulieren können ist eingeschränkt.
Wir benutzen das Internet nur so, wie es Großkonzerne gerne hätten.

Wir agieren stets so, dass wir im Fall der Fälle eine reine Weste haben. Wer nichts zu verbergen habe, habe nichts zu befürchten. Mit dieser Floskel hat der autonome Netzbürger seiner eigenen Stimme ein virtuelles Grab gebraben.

Das Internet, wie es John Perry Barlow in seiner Unabhängigkeitserklärung des Cyberspace im Jahr 1996 prokalmierte, ist längst verkommen zu einem Marktplatz in dem jeder Klick und jede Sekunde, die wir uns auf einer Website aufhalten, protokolliert, ausgewertet und in letzter Instanz monetarisiert wird.

Regierungen der Industriellen Welt, ihr müden Riesen aus Fleisch und Stahl, ich komme aus dem Cyberspace, dem neuen Zuhause des Geistes. Als Vertreter der Zukunft bitte ich euch aus der Vergangenheit, uns in Ruhe zu lassen. Ihr seid nicht willkommen unter uns. Ihr habt keine Souveränität, wo wir uns versammeln.

Die freudvollen Gründerzeiten des Netztes sind vorbei. Dies zu thematisieren ist die Aufgabe der nachwachsenden Kreativen. Dies zu skandalsieren die Aufgabe von uns allen.

Sag was dazu!