Gedankenspiele fürs Hier und Jetzt!

Daily Routine

Eins ist klar: Wir sind alle verschieden und jeder hat so seine ganz eigenen Konzepte die in bestimmten Situationen funktionieren oder nicht. Ein guter Tip zur Selbstwahrnehmung, mag bei dem einem perfekt passen und beim nächsten nur müdes Schulterzucken verursachen.
Mir ist kürzlich ein schönes Gedankenspiel fürs Hier & Jetzt über den Weg gelaufen, das zumindest für mich hervorragend funktioniert, soll aus dem ZEN stammen:

Wer kennt nicht das Gefühl, dass der Alltag einen hinter sich her schleift, uns auf die immer gleichen Routen, in die immer gleichen Geschäfte, an Bushaltestellen und Orte transportiert. Wir machen dort die Dinge die wir immer tun, manchmal fast schon automatisch. Sogar an den Wochenenden hört das nicht auf. Shoppen, was erleben, mal wieder ins Grüne; Vieles davon wird abgespult wie ein altes Magnetband in einem Kassettenrecorder.

Das sogenannte Hier und Jetzt, also der Moment der gerade wirklich passiert steht dabei oft hinten an. Der nächste Termin kratzt schon an der Tür, der Feierabend ist in Sicht oder das Gespräch von vorhin noch nicht so richtig verdaut.
Natürlich wissen wir alle, dass es erstrebenswert ist, mit den Gedanken genau dort zu sein, wo man sich gerade auch physisch aufhält. Und obwohl uns Ratgeber in Buchform, Internet- & Fernseh-Gurus oder Lifestyle Magazine den ganzen Tag nichts anderes erzählen, will es doch manchmal einfach nicht klappen mit dem Hier & Jetzt.

Eins ist klar: Wir sind alle verschieden und jeder hat so seine ganz eigenen Konzepte die einen individuell ansprechen. Ein guter Tip zur Selbstreflexion, mag bei dem einem perfekt passen und beim nächsten nur Schulterzucken verursachen.
Mir ist kürzlich ein schönes Gedankenspiel fürs Hier & Jetzt über den Weg gelaufen, das zumindest für mich hervorragend funktioniert, soll aus dem ZEN stammen:

Hier & Jetzt ok, aber warum denn eigentlich?

Der Trick ist ganz einfach. An vielen Stellen lesen oder hören wir, dass es darum geht sich genau auf die eine Handlung die man gerade vollführt zu konzentrieren um im Moment anzukommen.
Eigentlich logisch, doch für mich ist sind solche Versuche aber schon häufig daneben gegangen. Sich z.B. einfach nur darauf zu konzentrieren, dass man auf einem Stuhl sitzt erfordert oft schon zuviel kontemplatives Geschick um aus einer hektischen Alltagssituation auszubrechen ohne dabei in noch mehr Stress zu geraten.

Spannend wird es, dann, wenn man die physische Beobachtung in einen Kausalzusammenhang bringt. Man beobachtet  also nicht nur:

“Ich sitze auf einem Stuhl”

sondern  ergänzt die Beobachtung durch einen (nicht all zu sehr in die Ferne gerichteten) Grund:

“Ich sitze auf einem Stuhl um diesen Text zu schreiben”

An die Frage des was, knüpft sich also jedes Mal die Frage des  warum. Je trivialer und aktionsbezogener man sich selbst die Frage nach dem warum dabei beantwortet, desto besser. Dadurch ergeben die unmittelbar ausgeführten Handlungen im Anschluss an diese Vergegenwärtigung meist einen Sinn, der sich direkt zuordnen lässt.
Man verknüpft innerlich die Folgehandlungen bzw. das fortfahren der Handlung unmittelbar mit dem Moment der Selbstanschauung.
Mit etwas Übung kann man so einen Zustand erzeugen, in dem die Phasen des Hier & Jetzt gefühlt nicht nur immer länger werden, sondern mit der Zeit Reihen sich dann wie von selbst immer neue Beobachtung + Grund Ketten aneinander.

“Ich tippe auf der Tastatur um genau diesen Gedanken aufzuschreiben”

Wem das jetzt zu abgehoben klingt, dem empfehle ich erst Recht diesem Spielchen mal eine Chance zu geben.
Ein netter Nebeneffekt dabei ist der, dass man während dieser Übung automatisch eine Art von Qualitätskontrolle der eigenen Handlungen durchführt.
Mir selbst ist es so schon passiert, dass ich nachdem ich mir einen Beobachtung + Grund Zusammenhang vergegenwärtigt habe gemerkt habe, dass meine eigentliche Handlung vielleicht gar nicht so zielführend war wie ich zunächst nicht dachte.

Den Alltag zurück gewinnen:

Mit diesem Gedankenspiel, gewinnt man also auf zwei Wegen wieder ein bisschen mehr die Oberhand im eigenen Alltag.
Erstens fällt es einem so leichter mit den Gedanken im Hier & Jetzt zu sein und bleibt dabei sogar handlungsfähig.
Und Zweitens Hinterfragt und bewertet man die eigenen Handlungen im Alltag so etwas besser und kann sich, von vielleicht angewöhnten, aber unlogischen Handlungen ein wenig lösen.
Viel Spaß beim Ausprobieren!

Daily Routine photo von Shutterstock

 

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