Im Namen des Konsums

In einer Konsumgesellschaft zu leben ist mitunter garnicht so einfach! Auch wenn wir das manchmal nicht wirklich wahrhaben wollen, manifestieren sich die kleinen und großen Freuden in unserem Alltag nur allzu häufig in Form Konsumprodukten.

Auf diese arbeiten wir hin, lassen sie uns schenken, gönnen sie uns spontan zur Steigerung unserer Laune oder haben sie so fest in unsere Leben integriert, das sie zwar austauschbar, aber auch unvermeidlicher gar natürlicher Bestandteil unseres Daseins geworden sind.

Auf den Kopf gefallen sind die meisten von uns nicht und deshalb ist uns in besonnenen Momenten sehr bewusst, das unsere Konsumgesellschaft natürlich auch eine Schattenseite hat.

Neben dem beispiellosen Raubbau an den Ressourcen unseres Planeten, der Ausbeutung der Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern, stellt sich vermutlich bei vielen auch hier und da eine gewisse Lethargie ein. Das passiert immer dann wenn uns mal wieder bewusst wird, dass hinter der glänzenden Fassade vieler Produkte nichts weiter als ein ernüchternder Kreislauf des immer gleichen Ablaufs aus Haben, Wollen und Sein gespielt wird.

In dieser Ambivalenz zu leben, ist wohl das Los das wir in den westlichen Ländern gezogen haben. Ohne den Zeigefinger zu erheben, glaube ich das es auch hier nicht unsinnig ist sich die Vorgänge um uns herum einfach zwischendurch mal bewusst zu machen. In Momenten in denen man vielleicht gerade mal wieder in der Schieflage zwischen Frustration und der nächsten Anschaffung steht kann das manchmal sehr nützlich sein.

Als besonders gelungen, betrachte ich den Versuch der Visualisierung unserer Konsumgesellschaft von Jacek Boguszewski, den er in seiner Abschlussarbeit im Fach Kommunikationsdesign unternommen hat. Ein toll gemachtes und aufschlussreiches Video! Viel Spaß

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