Inside Discogs: Die Musikdatenbank feiert ihren 15. Geburtstag

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Kevin Lewandowski, der Gründer der Musik-Datenbank Discogs im Interview, zum 15. Jubiläum der Plattform, mit der New York Times.

04.01.2016

Jeder Platten- oder CD-Sammler gerät unweigerlich irgendwann mit dem heutzutage nicht mehr wegzudenkenden “Record Release Archive” Discogs in Kontakt, meist früher als später.
Der seinerzeit noch für Intel arbeitende Programmierer Kevin Lewandowski gründete das Unternehmen, in dem heute weltweit 37 Mitarbeiter beschäftigt sind im Jahr 2000.

Angefangen hat Lewandowski mit ca. 250 Techno Alben, seiner eigenen Sammlung, die er nicht nur archivieren wollte, sondern über die er auch möglichst alles erfahren wollte, mit Hilfe des Internets.
Die User-generierte Datenbank beinhaltet heute ca.6,5 Billionen Album Veröffentlichungen und verfügt über drei Millionen registrierte Nutzer, deren gemeinsames Ziel es ist, jede Album-Veröffentlichung der Welt in die Datenbank zu bringen.

Das das ganze ziemlich nerdig zugeht kann man sich vorstellen: Alleine zum weißen Album der Beatles sind beispielsweise 309 verschiedene Versionen gelistet.
Das Sammlergen in den Menschen, wie Lewandowski beschreibt, sorgt dafür, das jede noch so kleine Information über ein Release für die Leute interessant ist und dokumentiert wird.
Ob die Farbe eine Stickers, die Anzahl verfügbarer Kopien oder kleinste Details zu den Aufnahmebedingungen, alles wird auf Discos akribisch festgehalten.

Neben der Verwaltung der eigenen Musiksammlung, können angemeldete Nutzer auf Discogs auch Platten und CD’s Kaufen und Verkaufen. Und das wird verdammt gut angenommen. Rund 80.000 Tonträger werden pro Woche weltweit über Disco gehandelt.
Auf dem Discos Marktplatz sind aktuell ca. 24 Millionen Alben gelistet. Zum Vergleich: Auf Ebay sind es gerade mal 11 Millionen.
Die Website ist die Zentrale Verkaufsplattform für unzählige unabhängige Plattenläden, die wohl ohne Discos schon längst die Pforten geschlossen hätten.

Da das Unternehmen sich von jedem Record-Deal acht Prozent Provision einstreicht, kann man sich an einer Hand abzählen, das es Discogs finanziell mehr als gut geht.
Die Frage, ob Lewandowski vor hat sein die Datenbank irgendwann zu verkaufen beantwortet er übrigens mit einem klaren Nein. Gut so!

Das gesamte Interview gibt es hier zum lesen.

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