Die Lesebestätigung: eine Unart der Kommunikation im Netz

Lesebestätigung : Zwentner.com

Die Email ist nicht nur die klassischste Art der Kommunikation über das Internet, sondern auch eine der höflichsten. Die Möglichkeit der Lesebestätigung ist eine Unart, die zum Glück nicht allzu verbreitet ist. Da könnten sich andere Formen der Netzkommunikation, eine Scheibe von abschneiden.

Genau genommen ist die Lesebestätigung für Emails eine Erfindung aus Microsofts Outlook. Nicht jedes Programm unterstützt sie und man kann wirklich nicht davon sprechen, dass sie sich als ein Standart durchgesetzt hat.

Der Idee nach, kann man sie mit dem postalischen Einschreiben vergleichen. Wer eine Lesebestätigung anfordert, will sicher gehen, das seine Nachricht auch angekommen ist.

Wer heutzutage noch auf die Lesebestätigung baut, der macht ich, zumindest wenn es um Emails geht in erster Linie bei seinen Empfängern unbeliebt.
Bei diesem wirkt sie wie eine unangenehme Art der Kontrolle. Sie vermittelt einen Aufforderungscharakter, der im Allgemeinen unüblich ist im Maliverkehr.

Eine alte Faustregel besagt: Wer eine Email nach zwei Tagen noch nicht beantwortet hat, ist im Begriff die guten Manieren der Malikommunikation zu strapazieren. Dauert es noch länger dann ist es eher eine schroffe Art “nein” zu sagen oder eine Absage zu formulieren.

Das gilt natürlich nur im Kontakt zwischen direkten Ansprechpartnern.
Der Kundenservice eines Unternehmens oder allgemeine Anfragen an @info Adressen brauchen da natürlich schonmal etwas mehr Zeit bis sie beantwortet werden. Bei denen ist es jedoch noch unsinniger eine Lesebestätigung anzufordern.

Es wäre schön, wenn sich solche “ungeschriebenen Gesetze” auch für neuere Formen der Kommunikation über das Internet etablieren würden. Allen voran natürlich bei den viel genutzten Messenger Diensten.

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