Pearl Jam wettern gegen Krieg: Ja, Musik sollte wieder politischer sein!

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Wie viel politisches Statement ist heutzutage noch in der Rock- und Popmusik zu finden?Manchmal hat man den Eindruck, die Künstler sind heute mehr mit ihrem wirtschaftlichen Überleben beschäftigt als das potential zu Nutzen, die Masse zu erreichen, das Ihnen teilweise mehr gegeben ist als Politikern und Sportlern zusammen.
Eddie Vedder, Sänger der Rockband Pearl Jam platzte auf einem Konzert im englischen Milton Keynes die Hutschnur und er äußerte sich kritisch gegenüber den kriegerischen Unruhen in Israel. 

Naja, eigentlich nannte er das Kind an keiner Stelle wörtlich beim Namen, doch es hat gereicht um einen kleinen Skandal auszulösen. Vedder findet deutliche Worte und prangert lautstark an, was er von der aktuellen Situation in Gaza hält.

“We can have this many people having a peaceful time. We can have modern technology. We can reach our friends. We know what they’re thinking before they’re thinking it. The advertisers know what we’re thinking before we’re thinking it. We have technology – all this in our hands.” 
At the same time that something this positive is happening, not even that far away, people are fucking dropping bombs on each other.
(…)
I swear to fucking god, there are people out there who are looking for a reason to kill,
They’re looking for a reason to go across borders and take over land that doesn’t belong to them. They should get the fuck out, and mind their own fucking business.”

Es hagelte Kritik aus der israelischen Öffentlichkeit, die Jerusalem Post kanzelte den Vorfall als anti-israelische Schmährede ab.
Vedder reagierte mit einem offenen Brief auf der Website von Pearl Jam, mit dem Titel “Imagine That — I´m still anti War”. Er will nicht aufhören seine Meinung öffentlich zu äußern.

Call me naïve. I’d rather be naïve, heartfelt and hopeful than resigned to say nothing for fear of misinterpretation and retribution.”

Sicher mit 25 Jahren Bandgeschichte und Millionen von verkauften Alben ist es natürlich einfacher mal etwas zu sagen, dass den eigenen Marktwert als Band zumindest negativ beeinflussen könnte.

Die Szene zeigt aber auch, das Musiker ihre Popularität auch heute noch zu mehr gebrauchen können, als zur Gewinnmaximierung.
Es ist zunächst egal wer hier recht oder unrecht hat. Vielleicht ist es auch kein konstruktiver Dialog der hier entstanden ist, doch es ist ein Statement! Und genau das ist es was heutzutage so manches mal fehlt!

Ja, davon würde ich mir mehr wünschen im Pop- und Rockgeschehen!

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