Privatsphäre und Paranoia!

Businessman with binoculars peering through binary pattern

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Es gibt viele Gründe sich über den Stand von Datenschutz und Privatsphäre im Internet aufzuregen. Gerade mit dem Blick auf Big Data und alles was uns diesbezüglich an großen und kleinen Aufregern in Zukunft erwarten wird, müssen noch viele Gesetze gemacht und Lobbyarbeit betrieben werden. Der Umgang mit der eigenen Privatsphäre kann jedoch auch in Paranoia umschlagen.

Mit Hilfe des Internets werden Bürgerrechte verletzt und Gesetzte übertreten und diese Tatsache fordert immer wieder unschuldige Opfer.
Das ändert natürlich trotzdem nichts daran, dass ein Großteil der Betrügerein und Verbrechen im Internet erst deswegen möglich werden, weil die Internetnutzer sich nicht im Klaren darüber sind was sie tun, oder Gefahren nicht richtig einschätzen können.

Auch hier müssen noch vielschichtige Bewusstseinsprozesse bei den Usern angestoßen werden, doch auch dabei ist Internetsicherheit natürlich noch ein bisschen mehr, als lediglich ein selbstverschuldetes Fehlverhalten zu vermeiden.

Das Problem, das viele mit den eigenen Daten und dem Internet haben besteht, neben der Angst davor Opfer eines Verbrechens zu werden jedoch auch darin, dass man schlicht und ergreifend gesehen wird. In der Wahrnehmung vieler, ist das Internet so etwas wie die virtuelle Erweiterung ihrer Privatsphäre. Das liegt sicher auch daran, das es uns lange genauso verkauft worden ist.
Wer seine Sicht auf das Netz jedoch ändert, d.h. es versucht als einen Teil der Öffentlichkeit zu betrachten, der wird, über kurz oder lang, auch die Einstellung zu seinem Erscheinen dort in Datenform anders sehen.

Vergleicht man das Netz mit einem öffentlichen Marktplatz oder einer innerstädtischen Parkanlage, dann ist es nämlich plötzlich garnicht mehr so schlecht, dort auch mal angetroffen  zu werden.
Natürlich kommt niemand splitternackt in den Park oder zieht pöbelnd und schreiend über den Marktplatz ohne das dies Konsequenzen hätte. Genauso ist es halt eben in der Öffentlichkeit des Internets.
Letzten Endes geht es auch dort um das Teilnehmen an dieser Öffentlichkeit und nicht darum, bildlich gesprochen, Zuhause auf der Couch zu versauern.
Jeder hat das Recht auf Privatsphäre, und darum müssen sich eine Gesellschaft kümmern, doch wer versucht diese Privatsphäre in der Öffentlichkeit des Internets, durch sein nicht Teilnehmen zu gewährleisten, wird schnell zum virtuellen Stubenhocker. Privatsphäre wird so zu Paranoia!

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