Sind Apps zu billig? – Zur Preiskultur in Apples App Store

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Es wird viel darüber gesprochen, dass die Inhalte als den Apple App Stores zu günstig sind. Aus Entwickler-Sicht ist das mehr als gut nachvollziehbar.
Andererseits gibt es eine Menge Leute, die wohl überhaupt erst gar nicht damit angefangen hätten Software zu kaufen, wären iOS Apps nicht so erschwinglich.

Das sich mit iOS Apps gutes Geld verdienen lässt sollte trotz der kürzlich veröffentlichten Einblicke in die Umsätze einiger relevanter iOS Titel wie z.B. Monument Valley, schon anerkannt werden.

Keine Frage, vergleicht man die Gewinnspanne im iOS Bereich mit den Margen auf dem Konsolenmarkt, hat Software auf den Apple Plattformen jedoch weiterhin das Nachsehen.

Entwickler müssen gerecht entlohnt werden soviel steht fest. An der Programmierung einzelner Apps, hängen mitunter ganze Existenzen. Nicht wenige sehr erfolgreiche Apps gehen zurück auf den Einsatz von Einzelkämpfern.

Diese Arbeit gilt es zu hornorieren. Wer sich darüber beschwert, dass es inzwischen gang und gebe ist, dass erfolgreiche Apps, bei weitgreifenden Updates eher zum Vollpreis gerelaunched werden, anstatt ein kostenloses Update zu erhalten, hat etwas noch nicht verstanden.

Entwickler die ihrer Produkte in Apples Software-Kaufhaus anbieten haben schon lange andere Wege als den Einstiegspreis gefunden um sich zu refinanzieren.

Ist der Anschaffungspreis für eine App dann doch mal, verhältnismäßig hoch, so wie beispielsweise bei der ToDo App Omnifocus, dann kann man sich sicher sein, dass die Hersteller auf einen treue Stammkundschaft bauen können.

Die Dumping-Preiskultur ist nicht nur schlecht

Trotz dieses Umstandes muss man sich dennoch die Frage stellen, ob es nun gut oder schlecht ist, dass Software, gerade im iOS App Store, im Allgemeinen so verhältnismäßig günstig ist.
Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo in der Mitte.
Für höhere Preise sprechen durchaus ein paar Argumente. Allen voran, die bereits erwähnte Notwendigkeit, dass Entwickler schon in der Lage sein sollten ihr Brot mit ihrer Arbeit zu verdienen. Denn das ist nicht selbstverständlich für jeden.
Auch das Thema In App Käufe (Schlumpfbeeren, Goldmünzen und Co.) würde eine gediegenere Preiskultur vielleicht etwas erträglicher machen.
Euro Palace online casino oder andere Gaming Seiten sind mit ihren Apps komplett aus dem App store verbannt Wenn Aktionen wie Börsenschlacht-Weltherrschaft eine eigene App im Store hätten sollte sie im besten Fall kostenlos angeboten werden. Preise jenseits der 99 Cent wären jedoch nicht mehr zu vertreten. Aber das wissen die bei Euro Palace online casino natürlich genau. Naja und wie gesagt, sie sind im App Store eh nicht mit von der Partie.

Warum „Günstig“ nicht nur doof ist:

Ein Argument wird bei der Diskussion aber auch mal gern unter den Teppich gekehrt.
Vermutlich würden achtzig oder mehr Prozent der App Store Kunden überhaupt gar nicht erst dort einkaufen, wären Apps im Allgemeinen teurer.
Damit meine ich jetzt nicht teurer im Sinne eines moderaten Preisanstiegs von einem oder zwei Euro. Den würden vermutlich alle, die ohnehin hier und da mal etwas kaufen verkraften können.
Die häufig geforderte massive Erhöhung der App Store Preise wäre vor allem aus einem Grund ein auch Fehler.
Der App Store hat etabliert, dass heutzutage Menschen Apps kaufen, die noch vor fünf oder sechs Jahren gedacht haben, dass es sich bei Software um Sofakissen handeln muss.
Ohne die viel kritisierte „Billig-Kultur“ im Appstore wäre das wohl nicht möglich gewesen.
Mainstream muss leider auch immer billig zu haben sein, sonst ist er kein Mainstream.

Der Erfolg von Software auf Smartphones ist in erster Linie dem Preisverfall zu verdanken, den Programmiererzeugnisse im App Store erfahren haben.
Kann man doof finden, ist aber so.

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