Treffen wir uns im Café und starren gemeinsam auf unsere Smartphones?

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Ich will mich nicht beschweren, bin ich doch selbst so ein Smartphone-Starrer.
Es wurde auch eigentlich schon viel zu viel gesagt, über die Generation der Abwesenden in der Öffentlichkeit. Also akzeptieren wir es doch einfach!

08.08.2015

Sitze gerade mal wieder im Café und betrachte die Leute um mich herum. Die Quote ist nicht überraschend: An acht von elf Tischen in meinem Blickfeld sind die. Anwesenden mit ihren Handys beschäftigt.

Hand aufs Herz, wer greift denn nicht zuerst am liebsten mal kurz oder auch länger zum Gadget in der Hosentasche, wenn er sich irgendwo hinsetzt. Muss ja noch nicht mal ein Kaffeehaus sein.

Sind wir deswegen schlechtere Menschen?

Ich glaube nicht. Vor der Zeit des mobilen Internets haben wir eben was anderes gemacht in solchen Situationen.
Ich glaube nicht das unsere Gespräche kürzer oder schlechter geworden sind, dadurch, dass wir zwischendurch und während dessen aufs Handy blicken.

Ich traue den meisten meiner Gesprächspartner zu, im richtigen Moment zu fokussieren, will heißen, die Aufmerksamkeit ins hier und jetzt zu befördern.

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Unser Entwicklung ist doch nicht stehen geblieben, seitdem es Touch-Displays gibt. Die meisten von uns wissen noch was sich gehört in der Öffentlichkeit.
Und die allermeisten wissen die Gesellschaft eines anderen an den wichtigen Stellen zu schätzen.

Mit den Menschen die das nicht im Griff haben, Verkehre ich sowieso nicht. Ob jemand gröhlend auf der Straße herumläuft oder Gangsta-Rap aus seinen Smartphone Lautsprechern feuert, macht dabei keinen Unterschied.

Also stehen wir dazu: Wir alle sind Smartphone-Starrer, nur eben solche mit Stil.

(Bild Cafè von Shutterstock)

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