Verärgert wegen des Endes in La La Land? – Wir erklären dir, warum du es nicht sein musst

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Der Film La La Land war zwar ein echter Erfolg, wenn bedacht wird, wie der Kinostart verlief. Ebenso kontrovers wurde aber auch das Ende des Films diskutiert, das für viele Menschen nicht zufriedenstellend, teilweise sogar enttäuschend war. Die Protagonisten Mia (Emma Stone) und Sebastian (Ryan Gosling) verlieben sich auf traumhafteste Weise und finden zueinander. Dann springt der Film fünf Jahre nach vorne und der Zuschauer wird mit der Wahrheit konfrontiert: Mia und Sebastian sind nicht länger ein Paar.

Beide Figuren haben ihre sehnlichsten Wünsche zwar erfüllen können – Sebastian besitzt einen Jazz Club und Mia ist eine erfolgreiche Schauspielerin – doch zusammen haben sie diese Träume nicht erfüllt. Die letzte Szene zeigt Mia im erwähnten Jazz Club von Sebastian, wo dieser die ersten Töne ihres gemeinsamen Liedes spielt. Während die Musik erklingt, sieht der Zuschauer ein alternatives Ende, da hier beide Figuren glücklich und vereint, mit Nachwuchs, das Leben bestreiten. Anschließend wird diese Art Traum beendet und Mia verlässt mit ihrem neuen Ehemann die Lokalität.

Einige Filmfans nutzten die sozialen Medien, um ihrem Ärger über das Ende Ausdruck zu verleihen. Sie fühlten sich betrogen und beschimpften Filmemacher wie Schauspieler. Ist das Ende einer der Gründe, warum La La Land zwar sechs Oscars gewonnen hat, den vorher prophezeiten Rekordgewinn aber nicht erlangen konnte?

Mitnichten, wenn es nach einigen Filmexperten und Drehbuchschreibern geht. So verweisen einige Experten darauf, dass der Film nicht die Liebe zwischen zwei Menschen in der Vordergrund gestellt hat und dieses auch nicht beabsichtigte. Vielmehr ging es um die wahre, einzigartige Romantik, der mit Träumen und Wünschen einhergeht. Daher sei es nur logisch, dass die beiden nicht als glückliches Paar ein Leben lang zusammen bleiben. Der Film stelle vergangene Liebe und Romantik in den Fokus und beweise mit dem Ende seine eigene Modernität, seine eigene Frische.

Regisseur Damien Chazelle bringt zudem noch einen weiteren Aspekt in die Diskussion ein. Er sei beim Dreh des Films auch vom Film 7th Heaven inspiriert gewesen. Der Film aus dem Jahr 1927 zeige – ganz ähnlich wie La La Land – die Liebe und Romantik als etwas, das sich nicht in Schubladen einordnen lässt. Ein Schwarz-Weiß-Denken beziehungsweise ein Entweder-Oder sei hier nicht möglich und nicht geeignet, den Film in seiner Gänze zu verstehen. Das Ende des Films beschreibt eine Situation, in der die Hauptfigur stirbt, die Witwe es jedoch nicht akzeptiert und fest davon überzeugt ist, dass ihr Mann irgendwann aus dem Krieg zurückkehren wird. Hier, so Chazelle, lebt eine Person durch die Liebe eines Menschen weiter und lässt die Grenze zwischen Tod und Leben verschwimmen.

Es zeigt sich also, dass es die Interpretation ist, die La La Land und das Ende entweder als hervorragenden Film hinstellt, oder aber das Ende dafür sorgt, dass der Film eine Enttäuschung ist.

(Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit VK Media)

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