Ändert nix, aber schön, dass wir drüber geredet haben!

wetter

Sicher es gibt wichtigeres! 
Wir könnten über die Krim-Krise reden, über die Twitter-Sperre in der Türkei, über “Morning Phase” das neue (und wirklich gute) Album Von Beck oder über das immer noch verschollene Flugzeug von Malaysian Airlines.
Doch was hat das alles schon für eine Bedeutung wenn man über das Wetter reden kann. 

21.03.2014

Ja, das Wetter geht uns alle etwas an!
Es beeinflusst unsere Launen auf das wesentlichste und dennoch ist es so gut wie nie eine ernsthafte Katastrophe, ganz egal wie miserabel es doch ist.
Das Wetter ist der ideale Sündenbock für unsere Antriebslosigkeit, Verstimmung oder unser zu spät kommen. Gleichzeitig machen wir es auch gern für unser Hochgefühl im aufkeimenden Frühjahr verantwortlich. Dennoch der Winter war eindeutig zu warm!

Wir sind eben Stimmungsmenschen und bei wenigen Dingen sind wir feinfühliger als beim Wetter.
Ok, es gibt Leute deren Stimmung in einer Sonate von Bach, dem Betrachten eines Bildes oder der Bestellung einer Tasse Ingwertee besser widergespiegelt wird, als beim Hören der  Wettervorhersage.
Doch eben diese ist meist unser gemeinsamer Nenner und der Aufhänger für Gespräche.

Das Wetter ist unpolitisch, erfordert kein Spezialwissen und es erlaubt uns noch fatalistisch zu sein.
Für das Wetter müssen wir nun wirklich keine Verantwortung übernehmen. Für das meiste Andere in unserem Leben heute schon.
Deshalb ist es auch der Ideale Gegenstand über den man mit Fremden oder Leuten die man nur oberflächlich kennt sprechen kann.

Doch auch mit unseren besten Freunden, Partnern oder Verwandten reden wir oft übers Wetter. Es ist einfach schön mal einer Meinung zu sein, oder eben gerade nicht.
Falls wir uns irren fallen wir auf jeden Fall weich. Ist doch eigentlich eher trivial das Wetter oder?

Über wenige Dinge lässt sich leichter authentische Zuversicht transportieren, als über die Gewissheit das es morgen “bestimmt richtig schön wird draussen”.
Auf der anderen Seite tragen wir unser Schicksal mit Fassung, wenn uns z.B. ein verregneter Sonntag davon abhält raus in den Wald zu gehen.
Oder prokastinieren wir nur?
So ein Quatsch! Manche Dinge kann man eben nicht ändern.
Wer wäre ich denn wenn ich es mit den Kräften der Natur aufnehmen würde?

Wie auch immer, morgen soll es tatsächlich zehn grad kälter werden als es gestern zum Frühlingsanfang gewesen sind.
Zehn grad! Ich meine das ist doch nicht normal oder?
Also dieses Wetter weiss auch nicht wohin es will.
Und Überhaupt, was ist nur aus der Welt geworden und wo soll das alles hinführen? Aber mal ehrlich dagegen kann man sich doch anziehen!
Auf jeden Fall schön das wir darüber geredet haben…

Sag was dazu!