Zweijähriger löst bekanntes moralphilosophisches Problem

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Das Trolley-Problem ist ein Gedankenexperiment zu einem moralischen Dilemma. Die in Deutschland als sog. “Weichenstellerfall” bekannte moralphilosophische Fragestellung wurde nun gelöst, von einem zweijährigen.

01.09.2016

Eine Straßenbahn ist außer Kontrolle geraten und droht, fünf Personen zu überrollen. Durch Umstellen einer Weiche kann die Straßenbahn auf ein anderes Gleis umgeleitet werden. Unglücklicherweise befindet sich dort eine weitere Person.
Darf (durch Umlegen der Weiche) der Tod einer Person in Kauf genommen werden, um das Leben von fünf Personen zu retten?

Gängige Praxis in allen Moral-Angelegenheiten: Erstmal das Netz fragen, denn das hat immer Recht! Also Wikipedia Go!

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Am Trolley-Problem werden elementare Unterschiede zwischen utilitaristischen und deontologischen Theorien verdeutlicht. Ein Vertreter einer utilitaristischen Position würde durch Umstellen der Weiche die fünf Leben auf Kosten des einen retten, da in der Summe weniger schlechte Konsequenzen auftreten. Er müsste aber aus gleichem Grund auch für die Tötung des dicken Mannes argumentieren, obwohl die meisten Menschen dies intuitiv ablehnen.

Deontologische Theorien stehen beim Trolley-Problem vor einem Dilemma. Nach dem Prinzip der Doppelwirkung kommt es nicht in Frage, den fetten Mann auf die Gleise zu werfen, da die Tötung eines Menschen als Mittel zur Erreichung eines guten Zweckes ausgeschlossen ist. Ob die Weiche umgestellt werden soll, kann diskutiert werden. Die meisten Vertreter deontologischer Ethik neigen dazu, die Rettung der fünf durch Umstellung der Weiche herbeizuführen: Da der Tod der Einzelnen nicht Mittel zum Zweck ist, sondern als unbeabsichtigte Folge angesehen wird, darf er in Kauf genommen werden.

Innerhalb der Pflichtenethik veranschaulicht das Trolley-Problem die Differenz zwischen positiven und negativen Pflichten. Die Weiche umzustellen würde der (meist als schwächer eingestuften) positiven Pflicht, andere zu retten, entsprechen, jedoch die (meist stärker bewertete) negative Pflicht verletzen, niemanden umzubringen.

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Hm, klingt eindeutig zu kompliziert um das ohne Hilfe eines Kleinkindes zu lösen. Die Lösung des Nachwuchses macht den Papa sicher stolz.

Sorgen machen, dass sein Sohn in so einem Fall rechtliche Konsequenzen zu spüren bekommt braucht er sich jedenfalls nicht.
Denn alle möglichen Zeugen hätte er zumindest schon mal eleminiert.

I’m a psychology professor who teaches a class on moral psychology. I decided to record my two-year-old son’s response to a commonly-discussed ethical dilemma so that I could share it with my class.

(via blameitonthevoices)

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