Kill your bad Social Media habits with BRICK

Ok, wir alle hängen zu sehr und zu lange auf Insta, TikTok, Pinterest oder Whatever ab! Und auch wenn wir schon so einiges ausprobiert haben um damit nicht mehr unsere Zeit zu verschwenden: wir können nichts dagegen tun. Brick ist ein kleiner magnetischer physischer Klotz, der das ändern soll. Was er tut und ob das hilft, liest du in diesem Review.

07.02.26

Da stehe ich nun mit meinem Brick und denke mir „los gehts!“ Und dann denke ich mir „krass, werde ich wirklich keine Möglichkeit haben meine Apps zu entsperren, wenn das Ding scharf geschaltet ist und ich z.B. unterwegs bin?“ Nun die Antwort ist ja: aber es gibt Ausnahmen.

Wir gehen rein!

Die Einrichtung ist schonmal ein Klacks. Man installiert sich die Brick App auf seinen iPhone oder Android Gerät, registriert seine Email Adresse und ist dabei. Danach wird es gleich spannend, denn man muss sich mindestens eine Gruppe von Apps definieren, die man mit einem „gebrick’ten“ Phone dann halt nicht mehr benutzen können wird.

Ich persönlich gehe gleich an die äußerste Schmerzgrenze, taufe mein Profil „Social Media Block“ und packe wirklich alle meine schlechten Angewohnheiten gleichzeitig da rein. Als da wären: Slack, Instagram, Mastodon, Tapestry, Snapchat und Threads. Denn genau diese Zeitfresser sind es die ich mir abgewöhnen muss.

Btw.: Ihr braucht nur einen einzigen Brick in eurem Haushalt und könnte soviel Geräte damit verwenden wie ihr wollt.

Jetzt wird es also Zeit das Telefon das erste mal zu „brick’en“ und das ist ganz einfach. App öffnen, den Brick in der App antippen und das Telefon dann an den physischen Klotz halten einfach so wie beim Bezahlen an einem NFC-Terminal. Das Telefon gibt ein kurzen haptisches Feedback und das war es dann auch schon. Von nun an sind die Apps gesperrt und es geht erstmal gar nichts mehr, ihr könnte es ja versuchen.

Ich tappe auf Instagram und sehe nur einen hämischen Bildschirm, der mit sagt, das meinen Telefon „bricked“ ist. Kein kurzer sneak in die App (wie bei soviel Software Blockern“ sondern einfach nichts. OK „Go back to living!“ steht da. Na dann wollen wir das mal machen oder?

Will ich wieder an die Apps geht das nur wenn ich via Brick App und NFC-Tap mit dem Klotz das Ganze wieder entsperre. Gefühlt ist das innerlich schon peinlich wenn ich nur auf dem Sofa liege und er Brick zu, Beispiel am Kühlschrank klebt. Doch wirklich spannend wird es erst, wenn man das Haus verlässt.

Unterwegs mit einem „Dumb-Phone“

Richtig, mit Brick ist natürlich nur ein totales Dumb-Phone wenn ihr das wo wollt, denn theoretisch kann man damit ja alles sperren. Und in meinem Modus soll soll der Brick mich ja erstmal nur von meiner eignen Dummheit bewahren indem ich einfach nicht mehr dazu in der Lage bin in jedem noch so kleinen Moment vor Langeweile das Smartphone zu checken.

Und so habe ich erstmal ein paar vorsichtige Feldversuche unternommen um nicht gleich komplett durchzudrehen in meinem Suchtzirkel. Ich begann mein Phone beispielsweise zu blicken, bevor ins Gym gefahren bin. Das war irgendwie komisch aber dann auch echt einfach, weil ich gemerkt habe, dass es da eigentlich ganz einfach ist, wenn es nicht geht mir dem sinnlosen Handy checken. Ja, man könnte sogar sagen mein Training war effektiver.

Nach ein paar Tagen sollte ich also bereit sein für Stufe 2, will heißen ein ganzer Abend mit freunden beim Essen mit gebrick’tem Telefon. Ich gebe zu, das war schon schwieriger. Nicht das sich langweilige Freunde hätte aber ja es gab durchaus Momente in denen man von anderen Leuten spricht, kurz einen Post zeigen will oder diese eine Meme nochmal kurz aufrufen möchte. Ging dann halt nicht und nervte irgendwie. Insgesamt glaube ich aber die Abende waren auch so gut, manchmal sogar besser. Wie das wohl wird, wenn ich irgendwann mal meine Email, You Tube oder die Camera Roll bricke?

Die Endstufe ist dann übrigens, wenn man in der App feste Sperr-Routinen festlegt. So wird mal schnell zum Brick-Meister!

Heute sperre ich mein Phone inzwischen Random vor einem Spaziergang, wenn ich mich aus der Küche aufs Sofa verziehe, während der Arbeit (einen ganzen Tag habe ich noch nicht geschafft) oder einfach nur so zwischendurch wenn ich meinen Everyday Stuff zuhause mache. Während ich das hier tippe ist mein Telefon ebenfalls gebrick’ed.

Was soll ich sagen, die physische Barriere funktioniert und sie funktionier Einach besser als die eingebaute App-Sperre in iOS und all die ganzen Apps die ich vorher getestet habe. Man muss sich halt wirklich bewegen um sein Telefon wieder freizuschalten und das ist ein Game Changer.

Fast Perfekt

Hier noch ein paar Dinge die mir während meiner Testphase aufgefallen sind und die den Brick dann leider doch nicht ganz perfekt machen. Einiges davon ist iOS Problematik und obwohl es sich nicht ändern lässt, erwähnt sei es dennoch.

  • Leider muss man die App öffnen um seinen Brick zu benutzen, wäre cool wenn es wie bei Apple Pay über die Wallet ginge
  • Apple Apps sehen bei gesperrtem Telefon ziemlich hässlich aus, weil ihr Icon verschwindet. Fragt mich nicht warum, das Problem scheint aber bekannt zu sein.
  • Ein Widget oder ein Lockscreen Symbol zum öffnen der Brick App sollte Standart sein, gibt es aber (noch) nicht.

Mit diesen kleinen Unzulänglichkeiten lässt sich aber leben. Nun noch zur Eingangsfrage: Kann man „Brick“ wirklich nicht überlisten? Theoretisch ja. Man könnte zum Beispiel einfach die App löschen und die Sperre wäre wieder weg. Genau dafür gibt es aber noch eine Sonderfunktion in der App. Aktiviert man diese ist noch nicht mal mehr das möglich.

Die zweite Option ist sogar von dem Machern vorgesehen. Man hat insgesamt fünf Notfall-Entsperrungen die man auch von Unterweg nutzen könnte. Hat man die verbraucht muss man sich erst an der Brick Support wenden damit diese zurückgesetzt werden können. Wenns hart auf hart kommt gibt es also Optionen. Am ende soll Brick aber dabei helfen neue Habits zu genieren am besten welche ohne die selbstgewählte Nebenbeschallung durch Appa im Alltag.

Fazit

Was konnte ich also nach ein paar Wochen mit dem Brick erreichen? Nun ich sage es gleich: Es ist immer noch nicht super einfach keine Zeit in Social Media zu verschwenden, denn ist man einmal dran, dann kann das sein, dass das auch so bleibt, länger als einem lieb ist. Brick hilft mir jedoch dabei gar nicht erst die unliebsamen Apps zu öffnen, und sei es nur wenn ich einen Raum weiter bin oder nur ein paar Meter vom Brick entfernt.

Unterwegs ist das Teil dazu ein Game Changer. Es gab einfach so vile Situationen in denen ich nachdem ich einmal dachte: „Oh ja ich kann ja jetzt gar nicht das Handy rausholen“, anschliessend für Stunden überhaupt nicht mehr dran dachte.

Hier liegt der große Gewinn des kleinen Würfels, den ihr mal ausprobieren solltet, wenn ihr in eineuer ähnlichen Situation steckt wie ich.

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