Musik zum Anhören: Destroyer – Kaputt

Destroyer Kaputt - Cover
Destroyer Kaputt – Cover

 

Kaputt ist bereits das neunte Studioalbum der kanadischen Indie Pop Gruppe um den charismatischen Sänger und Songwriter Daniel Bejar.

Seit dem erscheinen des Albums im Januar 2011 habe ich mich noch immer nicht satt gehört an dieser Musik. Doch was macht “Kaputt” zu etwas besonderem? Sicher alle Destroyer Releases haben ihren eigenen Charme, doch auch hier fällt Kaputt für mich etwas aus dem Rahmen.

Das Album

Das erste was mir beim anhören der CD durch den Kopf ging war: “oh man das klingt ja kitschig!”. Und in der Tat, das romantisch-jazzige Arrangement unterstützt von Synties, Bläsern sowie Bejars entspannt fokussierter und sexy intonierter Stimme, geben einem das Gefühl in der zuckerwattehaltigsten aller Dreampop- und Softrock Welten angekommen zu sein.

aus dem kaputt Musicvideo
aus dem kaputt Musicvideo

Wo ich mir zu Anfang irgendwie deplatziert vorkam, fühlte ich mich schnell umgarnt, angezogen, ja herausgefordert mich dieser Platte zu öffnen. Denn “Kaputt” ist komplex, satt und greift sich auch nach langem hören nicht ab. Man gehört plötzlich hinein in diesen Kosmos und läßt sich tragen von der treibenden doch messerscharfen Basslinie, an der man sich entlang hangelt während man die Musik bis in alle Ecken ausleuchtet, und das immer wieder.

Daniel Bejar, Sänger und Songwriter von Destroyer
Daniel Bejar, Sänger und Songwriter von Destroyer

Die Texte bewegen sich dabei auf einem melancholisch-ironischen, teilw. Sogar amüsierten Niveau. Dies wird z.B. Im Titel gebenden Song Kaputt deutlich “Wasting your days chasing some girls, alright/ Chasing cocaine through the backrooms of the world all night”. Die Jagt nach Vergnügen, erfülltem Verlangen aber auch die Trivialität die diesen Dingen innewohnt, bringen die Stimmung dieses Albums auf den Punkt.
Ansätze zu diesem Sound fanden sich meiner Meinung bereits auf Destroyers 2004er Album “Your Blues”, doch erst hier scheine ich das Konzept zu verstehen.

Wer diesem Album eine Chance gibt wird einmal mehr erfahren, das Kitsch nicht nur seine schönen Seiten haben kann, sondern manchmal auch erforderlich ist um etwas mehr zu sagen…

Im Anschluss hier noch das Video zu dem Song “Kaputt” auf Vimeo:

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