Oscars 2020: Das waren die Highlights der 92. Academy Award

In der Nacht auf den 10. Februar wurde bereits zum 92. Mal Filmgeschichte geschrieben. Die wohl bekannteste Preisverleihung der Welt fand wie gewohnt im Dolby Theater in Los Angeles statt. Eindeutiger Gewinner des Abends: Die koreanische Tragikomödie Parasite. Auch Brad Pitt, Joaquín Phoenix, Laura Dern und Renée Zellweger durften sich über einen Oscar freuen. Hier findet ihr die Highlights der diesjährigen Academy Awards auf einen Blick.

Parasite: Erstes nicht-englischsprachiges Werk wird als bester Film geehrt

Bevor es für Bong Jon-hoo auf den roten Teppich nach Hollywood ging, konnte er bereits eine Extraportion Vorschusslorbeeren einheimsen. Über 170 Film- und Festivalpreise hat der südkoreanische Regisseur für seine Tragikomödie Parasite erhalten. Dass sein Meisterwerk bei den Academy Awards den einen oder anderen Oscar abstauben würde, hatten viele Filmkritiker vorhergesagt. Mit vier Oscars (und sechs Nominierungen) war Parasite der Star des Abends. Bong Jon-hoos Drama schaffte es als erster nicht-englischsprachiger Film in der Geschichte der wohl prestigeträchtigsten Preisverleihung, den Oscar als bester Film zu gewinnen. Zudem war es das erste Werk aus Asien, das dieser Ehre zuteil wurde. Damit hat er die absolute Königskategorie der Academy Awards erobert. Darüber hinaus durfte Bong die begehrte Bronzestatue für die beste Regie mit nach Hause nehmen. Zusammen mit dem Drehbuchautor Han Jin-won wurde er außerdem für das beste Originaldrehbuch ausgezeichnet. Und zu guter Letzt: Parasite gewann auch einen Oscar in der Kategorie „Bester internationaler Film“.

Joaquín Phoenix als Joker ausgezeichnet

Joaquín Phoenix darf sich über den Oscar als bester Hauptdarsteller freuen. Damit wird seine unglaubliche Darbietung als Joker in dem gleichnamigen Thriller von Todd Phillips geehrt. Der extrem wandelbare Schauspieler feierte seinen Erfolg zusammen mit seiner Partnerin Rooney Mara. Besonders sympathisch: Statt im großen Stil von seiner Kunst zu erzählen, sprach der 45-Jährige in seiner Dankesrede lieber über Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Anwärter auf den Thron waren unter anderem Leonardo DiCaprio für seine Rolle in Quentin Tarantinos Komödie Once Upon A Time In Hollywood und Adam Driver in Marriage Story von Noah Baumbach. Als beste Hauptdarstellerin wurde Renée Zellweger für ihre Rolle als Judy Garland in dem biografischen Film Judy geehrt. Zellweger setzte sich damit gegen Scarlett Johansson, Saoirse Ronan, Charlize Theron und Cynthia Erivo durch.

Erster Oscar als Schauspieler: Tränen bei Brad Pitt

Noah Baumbachs Beziehungsdrama Marriage Story ging trotzdem nicht leer aus. Als abgebrühte Anwältin erhielt Laura Dern den Oscar als beste Nebendarstellerin. Ziemlich bewegend war der Moment, als Brad Pitt seine Siegertrophäe als bester Nebendarsteller für seine Rolle in Once Upon A Time In Hollywood in Empfang nahm. In Tarantinos Ode an die 1960er spielt er den lässigen Taxifahrer Cliff Booth. In seiner über 30-jährigen Schauspielkarriere war das der erste Oscar, den er als Schauspieler erhalten hat. Bei absoluten Filmklassikern wie Sieben oder Fight Club ist das eigentlich kaum vorstellbar. Während seiner Dankesrede hatte er sogar mit den Tränen zu kämpfen. Statt sich sofort ins nächste Schauspielprojekt zu stürzen, verkündete Pitt nach der Preisverleihung, dass er vorerst eine Pause einlegen werde.

Mitten im Geschehen dank Livestream

Live vor Ort mitzufiebern, ist ein Privileg, das nur exklusiven Gästen vorbehalten ist. Cineasten auf der ganzen Welt lassen sich davon natürlich nicht abschrecken und finden einen Weg, die Verleihung der Academy Awards in Echtzeit zu verfolgen. Hierzulande begann die Veranstaltung um 2 Uhr nachts. Per Livestream konnten viele Filmfans jedoch die Nacht zum Tag machen und ihren Idolen in Echtzeit die Daumen drücken. In der Unterhaltungsindustrie wird die Livestream-Technologie gern und oft genutzt, da es Zuschauern das Gefühl gibt, mitten im Geschehen zu sein. Große Bekanntheit erlangte die Technik in der Spieleindustrie. Viele Plattformen ermöglichen es Gamern, ihre Spiele zu kommentieren und zum Stream bereitzustellen. Fans können den Spielverlauf so hautnah miterleben, ohne im selben Zimmer sitzen zu müssen. Das gleiche Prinzip wird auch bei Online-Casinos vermehrt angewendet. Glücksspieler können sich hier beispielsweise per Livestream mit dem Casino Croupier verbinden und mit diesem in Echtzeit kommunizieren. Auf diese Weise können Casinobesucher die exklusive Atmosphäre in die eigenen vier Wände holen. Und das ist genau der Grund, warum sich so viele Filmliebhaber die Oscar-Verleihung im Livestream anschauen. Es verleiht ihnen ein Gefühl von Exklusivität. Irgendwie war man ja doch direkt dabei und hat die bewegenden Momente zeitgleich mit den Stars geteilt. Die Nacht der Academy Awards kann man übrigens im Internet über den Browser streamen oder durch eine mobile App.

 

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Auch in diesem Jahr sorgte die Verleihung des begehrten Bronze-Mannes für einige Überraschungen. Die koreanische Tragikomödie Parasite wurde mit vier Oscars ausgezeichnet. Dicht gefolgt von dem Historiendrama 1917 von Sam Mendes. Das wurde insgesamt zehnmal nominiert und konnte am Ende drei Academy Awards abräumen.