Rund um Sicherheit für Jugendliche im Internet

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Wälzten die Menschen vor noch gar nicht langer Zeit dicke Bücher, um Antworten auf Fragen zu finden heißt es heute nur noch: „Warte, das muss ich mal googlen.“ Was für ältere Leute noch immer eine Besonderheit ist, zählt für die junge Generation zu den Selbstverständlichkeiten des Lebens. Im Internet gibt es nichts, was es nicht gibt. In allen Bereichen wird man ausführlich beraten. Psychologische Unterstützung, beispielsweise, wie man den Ex zurückgewinnen oder eine Liebesbeziehung retten kann, zählt ebenso dazu wie Gesundheit, Technik, Beruf und vieles mehr.

Jugendschutzgesetz und Elternverantwortung

Auch Extremismus, Gewalt und Pornografie sind im Internet vertreten. Ebenso wie in Bezug auf Gaststätten- und Diskothekenbesuche, Zigaretten sowie Alkoholkonsum gibt es auch für den Online-Bereich für Kinder und Jugendliche Regeln. Diese sind gleichfalls im Jugendschutzgesetz, unter Abschnitt 3, Jugendschutz im Bereich der Medien, verankert. Darüber hinaus finden sich technische Schutzmaßnahmen wie redaktionell geprüfte Kinderangebote und Filterprogramme. Der beste Schutz für den Nachwuchs ist jedoch, dass Eltern sich mit dem Thema beschäftigen und ihre Kinder wenn nötig beaufsichtigen. Die größte Verantwortung tragen

  • die jeweiligen Website-Anbieter,
  • die minderjährigen Nutzer selbst und
  • deren Eltern bzw. Erziehungsberechtigten.

Nutzen von Filterprogrammen

Filterprogramme werden zum Schutz der Kinder vor unerwünschten Inhalten im Netz konzipiert. Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass es zur vorhandenen Hardware, zum Alter und zur Reife des Nachwuchses passt. Die technische Unterstützung kann durchaus sinnvoll sein, jedoch sollte man nicht vergessen, dass Technik irgendwann an seine Grenzen stößt. Es ist wichtig, dass Eltern sich zunächst mit dem Filtersystem auseinandersetzen. Von Interesse ist dabei, wie die Programme eingestellt sind. Möglicherweise sind einige Webseiten blockiert, die die Eltern vielleicht zulassen möchten. Klar sein sollte jedem Nutzer von Filtersystemen: Sie ersetzen nicht komplett die Eigenkontrolle, sondern verfügen nur über eine unterstützende Funktion.

Verhinderung von E-Mails oder Links mit jugendgefährdetem Inhalt

Einige Spam-Mails führen per Link auf Seiten mit Porno- und Erotik-Angeboten. Damit junge Menschen davor geschützt sind, sollten sie zur selbstständigen Nutzung nur speziell für sie konzipierte E-Mail-Dienste nutzen. Zwar müssen Eltern zuvor zustimmen, jedoch bieten sie einen guten Schutz vor gefährlichen Inhalten. Bekannt ist die Grundschulpost, die verschiedene Sicherungen beinhaltet. Dazu gehört, dass von Mails, die an eine Grundschulpost-Adresse gesendet werden, eine verantwortliche Person jeweils eine Kopie erhält.  Der E-Mail-Dienst Mail4Kidz für Kinder erfordert ein umfangreiches Anmeldeverfahren. Die Anmeldung erfolgt über die Webseite, von dort geht eine E-Mail an Eltern oder Lehrer. Diese müssen die Registrierung schriftlich bestätigen. Zudem verhindern Freunde- und Sperrlisten den Erhalt von Mails von ausgewählten Menschen, die das Kind nicht mag oder mit denen die Eltern einen Kontakt vermeiden wollen.