Grandiose Nahkampf-Sequenzen in Anime-Filmen: Cowboy Bebop – Der Film


 
Die fantasievolle Kreativität der Action-Sequenzen in diversen kampforientierten Anime-Titeln gilt für viele Fans auf der ganzen Welt schon immer als besonderes Highlight. Die Szenen können taktierend, wild, kompliziert, brutal, technisch als auch aufregend sein, oder manchmal alle diese Eigenschaften gleichzeitig aufweisen. Ein guter Teil der Kämpfe, die in Animes gezeigt werden, bringen es zu Extremen, die nur schwer zu übertreffen sind. 

Während Raul Julia in dem Film Street Fighter von 1994 als Großmeister Bison versuchte, über die Reinheit des unbewaffneten Kampfes zu predigen, meinte dieser sogar, dass Feuerbälle immer noch als reines Hand-to-Hand-Combat zu werten sind. Gut, hier verlassen wir natürlich bereits den Realismus, dennoch ist die Begeisterung für waschechten Nahkampf bei Fans riesgengroß – auch außerhalb des Anime, wie man weltweit an den immer populärer werden MMA-Kämpfen sehen kann, die mittlerweile bei Buchmachern wie 10bet von der Quotennutzung her genauso beliebt sind, wie klassische Boxkämpfe.

Doch um den Weg zurück in dieses fantastische Genre zu nehmen, haben wir hier diesen Beitrag über die vielleicht beste Nahkampfsequenz vorbereitet, die jemals grafisch für einen Film animiert wurde. Wir sprechen hierbei vom Endkampf in Cowboy Bebop – der Film, den sicher viele von den Lesern bereits kennen werden. Und falls nicht, haben wir hier eine detaillierte Analyse erstellt, warum diese Kampfsequenz so abnormal gut ist (auch für Leute lesenswert, die den Film bereits gesehen haben):

Für den Erhalt der finanziell größten Belohnung in seiner bisherigen Kopfgeldjäger-Karriere ist Hauptprotagonist Spike auf der Suche nach Ex-Soldat Vincent, welcher für sich wiederum plant, einen gefährlichen Virus während einer geschäftigen Halloween-Parade freizusetzen. Da in der TV-Serie Spikes Kämpfe mit Gegenspieler Vicious eher dazu dienen sollten, ein Aufeinandertreffen eines Revolverhelden mit einem Schwertkämpfer zu veranschaulichen, präsentiert der Film eine packende, reine Nahkampfsequenz als großen Endfight (obwohl zu Beginn auch ein Schuss durch einen Revolver abgegeben wird).

Wie viele Fans wissen, besteht Spikes Kampfstil aus einem Mix verschiedener Nahkampfkünste, allem voran dem Jeet Kune Do, wie es Bruce Lee einst lehrte. Spike versucht hierbei, seine Gegner auf Distanz zu halten, um diese dann mit wirkungsvollen Tritten außer Gefecht zu setzen. Vincent hingegen kämpft auf eine Art und Weise, die zeigt, dass er durch die Erfahrungen auf dem Schlachtfeld abgehärtet wurde. Seine Herangehensweise an den Kampf zeigt auch, dass er seine Gegner töten will und dass er jeden Schlag, den er setzt, mit der allerschlimmsten Absicht ausführt!

Dies wird meisterhaft demonstriert, als sich Spike inmitten großer Freiräume auf seine Tritte verlässt, während Vincent es vorzieht, in Reichweite für einige brutale Kombinationsschläge sowie diverse Manipulationsangriffe, die eher Aikido ähneln, zu kommen. Manchmal greift Vincent sogar Spikes Schusswunde an, um ihm noch mehr Schmerzen zuzufügen. Was diesen Kampf so unterhaltsam macht, ist die Tatsache, dass er den Unterschied zwischen den beiden als Kämpfer sowie auch als Menschen zeigt. Spike ist ein verspielter Straßenkämpfer, Vincent hingegen ist eine tödliche Killermaschine (Ex-Elitesoldat) – und die unterschiedlichen Stile demonstrieren unbestreitbar ihre gegensätzlichen Denkweisen und Persönlichkeiten.

Spike möchte seinen Gegner einfach nur am Leben halten, damit er seine Beute beanspruchen kann, während Vincent sich nicht wirklich darum kümmert, was mit Spike passiert – Hauptsache, er kommt ihm nicht mehr in die Quere.

Leute stellten sich schon immer die Frage, wie sich ein reiner Kampfsportkünstler, wie es die heutigen MMA-Fighter sind, gegen einen versierten, militärisch trainierten Elite-Soldaten oder Agenten im Nahkampf schlagen würde. Nun, in diesem Anime-Meisterwerk erhalten Sie eine grandiose Kostprobe davon.